Good News Flash: Mit Kim de l’Horizon erhält erstmals eine non-binäre Person den Deutschen Buchpreis

von | 19. Oktober, 2022

Es gibt so viele gute Nachrichten und Entwicklungen, dass wir mit unserem Good News Flash
einen schnellen Überblick über aktuell positive News geben wollen.

Good News: Gesellschaft

Mit Kim de l’Horizon erhält erstmals eine non-binäre Person den Deutschen Buchpreis

Good News Flash: Buchpreis 2022

Bild: vntr media

Good News vom 18. Oktober: Kim de l’Horizon erhält den Deutschen Buchpreis 2022 für „Blutbuch“. Damit geht die renommierte Auszeichnung erstmals in der Geschichte des Buchpreises an eine non-binäre Person. Unter tosendem Applaus rasierte sich de l’Horizon bei der Dankesrede die Haare ab, um sich mit der Protestbewegung im Iran zu solidarisieren: 

„Dieser Preis ist nicht nur für mich. Ich denke, die Jury hat diesen Text auch ausgewählt, um ein Zeichen zu setzen gegen den Hass, für die Liebe, für den Kampf aller Menschen, die wegen ihres Körpers unterdrückt werden. Dieser Preis ist offensichtlich auch für die Frauen im Iran, zu denen wir alle schauen.“ 

Mit dem Deutschen Buchpreis 2022 zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. 

Kim de l‘Horizon erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalist:innen erhalten jeweils 2.500 Euro. Der Titel wurde in mehreren Auswahlstufen ermittelt. Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 233 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2021 und September 2022 erschienen sind. 

„Mit einer enormen kreativen Energie sucht die non-binäre Erzählfigur in Kim de l’Horizons Roman ‚Blutbuch‘ nach einer eigenen Sprache. Welche Narrative gibt es für einen Körper, der sich den herkömmlichen Vorstellungen von Geschlecht entzieht? (…)“     

Auszug aus der Jurybegründung

Good News: Natur & Nachhaltigkeit

Good News für die Fische in Europa

Good nEws Flash: Makohai | Bild: Depositphotos

Bild: Depositphotos

Good News vom 14. Oktober: Zwei aktuelle Erfolge konnten beim Schutz von Meeresfischen errungen werden: Die Europäische Union hat den Handel mit Makohaien aus dem Atlantik komplett gestoppt. Nachdem bereits seit 2021 ein Verbot für den Nordatlantik galt, verhing die EU-Artenschutzbehörde jetzt auch ein Import- und Exportverbot für Makohaie aus dem Südatlantik.

„Das ist ein Meilenstein im internationalen Haischutz. Vielleicht lässt sich der sich abzeichnende Zusammenbruch der Bestände der schnellsten Haie der Welt im Atlantik doch verhindern“

Biologe Ulrich Karlowski, Deutsche Stiftung Meeresschutz

Zudem hat sich Dänemark auf ein Verbot der Schleppnetz­fischerei geeinigt. Ab dem 1. Januar 2023 ist die umstrittene Art der Fischerei damit auch im Großen und Kleinen Belt, im Langelandsbelt und im Südfünischen Inselmeer nicht mehr erlaubt. Bereits seit 1932 gilt ein Schleppnetzverbot für den Öresund zwischen Dänemark und Schweden. (vf)

Good News: Natur & Nachhaltigkeit

Europäische Kommission verlost 35.000 Interrail-Tickets

Bild: Deutsche Bahn

Good News vom 11. Oktober: Seit heute können sich junge Menschen im Alter von 18 Jahren dank des DiscoverEU-Programms auf einen Travel-Pass bewerben. Damit können sie bis zu 30 Tage lang kostenlos durch die Länder der Europäischen Union und des Schengen-Raumes reisen. Mindestens 35.000 Europäer:innen werden von dem Angebot profitieren, wie die Europäische Kommission ankündigt. 
Um an der Verlosung teilnehmen zu können, müssen die Bewerber:innen im Jahr 2004 geboren sein und aus einem EU-Mitgliedsstaat oder den Erasmus+-assoziierten Staaten Island, Liechtenstein, Nordmazedonien, Norwegen, Serbien oder der Türkei stammen. Der restliche Bewerbungsprozess besteht aus einem kurzen Quiz zur Europäischen Union. Noch bis zum 25. Oktober sind Anmeldungen unter youth.europa.eu möglich. (pe)

Good News: Gesellschaft

Slowenien und Kuba stimmen für Ehe für alle

Good News Flash: Ehe für alle in Kuba

Bild: Wikimedia / DaddyCell

Good News vom 06. Oktober: Slowenien hat am Dienstag als erstes osteuropäisches Land die Ehe für alle auf den Weg gebracht. Mit einer deutlichen Mehrheit von 48 unterstützenden Stimmen zu 29 Ablehnungen und einer Enthaltung entschied das Parlament in Ljubljana für eine Gesetzesänderung. 

Grundlage ist eine Entscheidung des slowenischen Verfassungsgerichts vom Juli, die ein bisher geltendes Gesetz als diskriminierend verurteilte. Es verstand die Heirat als Vereinigung von Mann und Frau und sah nur für heterosexuelle Paare das Recht auf eine Adoption vor.
Auch in Kuba ist der Weg frei für die Ehe für alle: Knapp 67 Prozent der Kubaner stimmten in einem Referendum für eine Reform des Familienrechts.  Homosexuelle Partner:innen können nun heiraten, Kinder adoptieren oder eine Leihmutterschaft in Anspruch nehmen. Für die LGBTQI+ Gemeinde auf Kuba definitiv eine Good News, auch wenn sie deutlich sieht, dass das als Diktatur regierte Land noch weit von einer freien, demokratischen Gesellschaft entfernt ist. (vf)

Good News: Gesellschaft

Erste weibliche Fußball-Schiedsrichterin in der Serie A

Bild: Steffen Prößdorf | wikimedia.com

Good News vom 05. Oktober: Maria Sole Ferrieri Caputi hat am vergangenen Sonntag als erste weibliche Fußball-Schiedsrichterin ein Spiel in der italienischen Serie A geleitet. Zuvor pfiff sie bereits Profispiele im italienischen Pokal und der zweiten Fußball-Liga. Kein Wunder also, dass auch das 5:0 zwischen Sassuolo Calcio und US Salernitana auf höchstem Niveau gepfiffen wurde und sie einen berechtigten Elfmeter in der 37. Minute gab. Neben dem Platz promovierte Caputi in Soziologie und forscht in Bergamo zu Arbeitsrecht. 

In der deutschen Top-Liga feierte die Polizeibeamtin Bibiana Steinhaus-Webb schon 2017 ihr Debüt als erste Schiedsrichterin. Seitdem hat sie insgesamt 23 Spiele in der ersten und 92 Spiele in der zweiten Fußball-Bundesliga der Männer geleitet. In der Frauen-Bundesliga waren es bislang 35. (pe)


Das Good News Flash-Team: Paul EsserNina Kegel und Viktoria Franke.

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