Auf dem Supermarktdach wächst Salat. Und zwar nicht hartnäckiger Rucola, der sich dort ein Stückchen Stadt zurückerobert, sondern der Salat, der später in den Regalen landet. Klingt utopisch? Ist aber Realität. Im August 2026 wurde der erste Salat von Deutschlands größter Dachfarm auf dem REWE-Markt in Berlin-Lankwitz geerntet. Und das ist nur eine Möglichkeit, wie Supermarktdächer unsere Städte nachhaltiger machen können.
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“Es ist echt krass, was das für eine Platzverschwendung ist!”
Meine Freundin und ich stehen am Fenster ihrer Berliner Wohnung und blicken aus dem 7. Stock nach unten. Um uns herum: Hochhäuser. Sie bieten den Wohnraum, nach dem die ganze Stadt schreit und von dem niemand so wirklich sagen will, wo er herkommen soll – eine große Streitfrage, der vielleicht bald sogar das Tempelhofer Feld zum Opfer fallen soll.
Schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite jedoch durchbrechen einige einstöckige Gebäude die Reihen an Hochhäusern. Supermärkte, umgeben von großflächigen Parkplätzen. Von oben stechen sie noch mehr heraus entlang der sonst so eng und hoch bebauten Landsberger Allee – und es wird deutlich, wie viel Platz sie eigentlich in Anspruch nehmen. Nicht nur die Supermärkte, sondern auch andere eigens gebaute Einkaufsmöglichkeiten, meist Ketten, mit ihren geteerten Parkflächen und Flachdächern.
Gibt es nicht eine bessere Möglichkeit, diesen Platz zu nutzen, fragen wir uns. Denn klar, Einkaufsmöglichkeiten brauchen wir. Aber warum nicht integriert in bestehende Gebäude oder Hochhäuser mit Wohneinheiten, wenn wir doch so dringend (bezahlbaren!) Wohnraum brauchen? Oder gibt es wenigstens die Option, diese Gebäude nachhaltiger zu bauen und zu nutzen?
Ja, gibt es. Und nicht nur als theoretische Option, sondern auch sch…


Das Potenzial der Supermarktdächer

