Erste Tests zeigen, dass ein neuer menschlicher Antikörper das Wachstum von Tumoren und die Bildung von Metastasen hemmen kann.
Ein neuer Forschungsansatz aus Schweden könnte künftig dabei helfen, Prostatakrebs gezielter zu bekämpfen. Wissenschaftler:innen haben einen vollständig menschlichen Antikörper entwickelt, der das Wachstum und die Ausbreitung von Tumorzellen bremsen soll.
Der Antikörper setzt an einem bestimmten Signalweg an, der bei der Entwicklung von Tumoren eine wichtige Rolle spielt. Im Mittelpunkt steht der Rezeptor TβRI. Er ist unter anderem an Prozessen beteiligt, die das Tumorwachstum, das Eindringen in umliegendes Gewebe und die Bildung von Metastasen beeinflussen.
Gesunde Zellen sollen möglichst geschont werden
Die Forschenden verfolgen dabei einen gezielten Ansatz: Der Antikörper soll den Signalweg nicht vollständig ausschalten, sondern ihn gezielt beeinflussen. Dadurch könnten gesunde Gewebe weniger belastet werden. Das ist besonders interessant, weil frühere Wirkstoffe, die den gesamten Signalweg blockierten, in klinischen Untersuchungen unter anderem mit schweren Nebenwirkungen am Herzen und an der Aorta verbunden waren.
Ein weiterer Vorteil des neuen Wirkstoffs: Weil seine molekulare Struktur vollständig aus menschlichen Bestandteilen besteht, könnte das Risiko unerwünschter Reaktionen des Immunsystems bei einer späteren Behandlung geringer ausfallen.
Noch steht die Forschung am Anfang
In ersten präklinischen Tests zeigte der Antikörper vielversprechende Ergebnisse. Sowohl das Wachstum von Tumoren als auch die Entstehung von Metastasen konnten gebremst werden.
Trotz der positiven Ergebnisse ist der Antikörper noch nicht für eine Behandlung von Menschen zugelassen. Zunächst müssen weitere Untersuchungen zeigen, wie sicher und wirksam der Ansatz ist. Erst danach könnten klinische Studien folgen.
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