Rund 190 Millionen Frauen und Mädchen weltweit leben mit Endometriose. Bisher konzentrieren sich die Behandlungsmöglichkeiten vor allem darauf, Beschwerden durch Hormone und Schmerzmittel zu lindern oder Endometrioseherde operativ zu entfernen. Ein neuer Wirkstoff aus den USA könnte das künftig verändern: ENDO-205 soll gezielt erkranktes Gewebe angreifen, ohne dabei in den Hormonhaushalt einzugreifen. Nach Angaben des entwickelnden Unternehmens EndoCyclic Therapeutics konnten in präklinischen Untersuchungen bereits Endometrioseherde und damit verbundene Entzündungen beseitigt werden.
Im März 2026 gab die US-Arzneimittelbehörde FDA grünes Licht für die klinische Erprobung des Wirkstoffs. Im August wurde das Unternehmen zudem für den renommierten Prix Galien USA 2026 in der Kategorie „Best Startup“ nominiert. Neben ENDO-205 entwickelt es mit FemLUNA auch ein bildgebendes Verfahren, das Endometriose künftig möglicherweise ohne operativen Eingriff diagnostizieren könnte.
Noch steht die Forschung am Anfang: Ob ENDO-205 beim Menschen sicher und wirksam ist, müssen klinische Studien erst zeigen. Trotzdem gibt es gleich zwei vielversprechende Forschungsansätze, die langfristig sowohl die Diagnose als auch die Behandlung von Endometriose verbessern könnten.



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