Tee aus Maisschalen zum Sterne-Gericht?

das ist ein GNM+ ArtikelZahl von Tod und Missbrauch durch Alkohol sinkt

von | 26. Februar, 2026 | GNM+, #10 – Früher war alles besser ... nicht, Gesundheit, Good Food Stories

Die Zahl von Tod und Missbrauch durch Alkohol sinkt

Eva Biringer war alkoholabhängig und doch übt sie den Job weiter aus, der sie einst in die Sucht führte. Als Food-Journalistin und Restaurant-Kritikerin probiert sie sich durch die Sterneküchen der Welt. Heute gehört für sie eine komplexe nicht-alkoholische Essensbegleitung selbstverständlich zur Haute-Cuisine.

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Auf der Zunge entfaltet die „Mutter aller Soßen“ kurz eine süßliche Note, nur um dann plötzlich eine scharf-erdige Tiefe einzuschlagen. Eva Biringer, die als erfahrene Kritikerin erstklassiger Restaurants schwer zu beeindrucken ist, schließt für einen Moment die Augen, um sich ganz auf das Geschmackserlebnis einzulassen. 3611 Tage alt ist die „Mole Madre“, das wohl berühmteste Gericht des Pujol in Mexiko-Stadt.

Küchenchef Jesús Durón hat es ausschließlich mit Tortillas aus blauem Mais und einem Blatt mexikanischem Blattpfeffer servieren lassen. Das Restaurant wird seit Jahren regelmäßig unter den 50 besten der Welt gelistet. Eva sitzt an einem schlichten Holztisch mit Blick auf eine Glasfront zum Garten hin. Gedämpfte Lichtinseln spiegeln sich in ihrem Weinglas, das keinen Wein enthält.

Spannender als die Weinbegleitung

„Ich wusste immer, dass ich ein Problem hatte“, sagt die 35-Jährige, die seit 2014 über Haute-Cuisine schreibt. Sie zog von der schwäbischen Alb nach Berlin, später auch nach Wien und begann, sich durch die gehobene Gastronomie zu probieren. Eine alkoholische Begleitung gehörte zu jedem Gang selbstverständlich dazu. Sie trank beinahe täglich, nicht nur beruflich, und immer häufiger im Rausch. „Gute Freunde haben die Eskalation so gut wie nie angesprochen“. Kritik tat Eva ab. Auf Presseterminen oder privaten Feiern kokettierte sie mit dem Schwips: „Ich nannte mich selbstbewusst die ‘Weinjournalistin’“.

Der kreisrund angerichtete Klecks Soße reicht aus, um einen intensiven Duft von gerösteten Chilischoten, Pekannüssen und Kakao zu versprühen. Insgesamt beinhaltet die Mole Madre 28 Zutaten und wird seit knapp einer Dekade immer wieder mit einer frischen, saisonalen Charge vermischt. „Damals hätte ich bewerten müssen, ob die alkoholische Essensbegleitung dem vielschichtigen Gericht gerecht wird oder ob es den Geschmack eher übertüncht“. Doch der Sommelier des Pujol hat Eva heute ein Getränk aus Maisschalen-Tee mit Orange-Brew, Soda und Maraschino-Kirschen kredenzt.

Drinks wie dieser, die herbe und süße Noten mit einer breiten Umami-Basis kombinieren, stehen komplexen Spirituosen in nichts nach, erklärt Eva. „Ich würde sagen, manche alkoholfreie Begleitung ist sogar spannender als die Weinbegleitung, weil da echt viel Passion reinfließt, oft wortwörtlich“. Sie ist glücklich, dass sie einen Weg aus ihrer Alkoholabhängigkeit gefunden hat, der keinen radikalen Verzicht bedeutet. Während manche Menschen im Zuge einer Suchttherapie auf den Besuch von Bars und Restaurants komplett verzichten und selbst Ersatzgetränke mit weniger als 0,5 Volumenprozent Alkohol meiden, kann sie sich einen großen Teil ihres alten Lebens bewahren. 

Ein Blick nach Deutschland: Positive Trends beim Alkoholkonsum

Eva schafft das vor allem, indem sie schädliche Muster mit gesünderen Verhaltensweisen ersetzt. Damit steht sie auch für eine Generation in Deutschland, die immer weniger Alkohol trinkt. Laut einer Studie des Bundesgesundheitsministeriums sank der regelmäßige Alkoholkonsum junger Erwachsener zwischen 18 und 25 Jahren von 43,6 Prozent im Jahr 2004 auf 18,2 Prozent bei Frauen und 38,8 Prozent bei Männern im Jahr 2023. Noch deutlicher ist der Trend bei Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren, bei denen im Jahr 2004 noch 21,2 Prozent mindestens einmal pro Woche zu Alkohol griffen. 2023 waren es noch 6,9 Prozent der Mädchen und 12,4 Prozent der Jungen.

Eva, die ihre Erfahrungen in einem Buch verarbeitet hat, begrüßt diese Entwicklung als Erfolg von Präventionsarbeit und als Zeichen eines gestiegenen Gesundheitsbewusstseins in der Bevölkerung. Doch sie warnt auch: „Wir müssen gleichzeitig wachsam bleiben. Ein gesunder Lebensstil kann schnell umschlagen in einen übersteigerten Optimierungswahn“. Besonders das Körperbild junger Menschen leide auf Plattformen wie Instagram und TikTok unter dauernden Vergleichen mit vermeintlich perfekten Vorbildern. „Davon abgesehen ermutigt es zu sehen, dass junge Menschen heute bewusster mit Alkohol umgehen.“

Zumindest greifen sie laut Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung im Durchschnitt ein Jahr später zu ihrem ersten Glas Alkohol als noch 2004, nämlich mit 15 Jahren. Mehr als ein Drittel der 12- bis 17-Jährigen hat zudem noch nie Alkohol getrunken. Auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen aufgrund von Alkoholvergiftungen ist, laut einer aktuellen Studie der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) vom Februar 2025, bei 12- bis 18-Jährigen auf ein historisches Tief gesunken. Während im Vorjahr bundesweit noch etwa 10.680 Jugendliche stationär behandelt wurden, waren es zuletzt 7.650 – ein Rückgang von fast 28 Prozent. Eva sieht in den Statistiken allerdings nur die schwerwiegendsten Fälle von Alkoholmissbrauch abgebildet, die eine stationäre Behandlung zur Folge haben. „Das ist kein vollständiges Bild des tatsächlichen Konsums“, mahnt sie.

Schluck gegen Druck: Es ist nicht alles Gold was glänzt

Dabei ist sie nicht dogmatisch dagegen, dass Jugendliche sich ausprobieren. „Das habe ich auch, das haben wir alle gemacht. Das ist ganz natürlich.“ Aber sie weiß aus eigener schmerzlicher Erfahrung, wie schnell das hedonistische Trinken am Freitagabend abhängig machen kann: „Dieses flirrende Gefühl schon beim Vortrinken, dass heute Nacht alles möglich ist; dieser Glanz, der jede Person funkeln lassen und jede langweilige Situation interessant machen kann, ist immer schwerer zu erreichen“. Denn der Körper beginnt sofort damit, das Zellgift abbauen zu wollen. „Das heißt, um den aufregenden kleinen Schwips zu behalten, muss man kontinuierlich nachtrinken.“

Regelmäßiges und beiläufiges Trinken macht Alkohol auch für erfolgreiche erwachsene Menschen zur Suchtgefahr. „Du kommst nach Hause nach einem stressigen Tag und gönnst dir eine Me-Time mit einem richtig guten Wein. Schon der erste Schluck schmeckt und sofort kommt so ein Durchatmen, so ein Druckabfall“. Fachleute sprechen hier von einer negativen Valenz, wenn Menschen Alkohol als Mittel nutzen, um negative Gefühle wie Stress oder Trauer einen Moment lang zu vergessen. Der umgekehrte Fall, die positive Valenz, kam bei Eva deutlich häufiger vor: „Ich habe meistens getrunken, um etwas zu spüren oder Gefühle intensiver wahrzunehmen.“ 

Früher wie heute: “Jede Menge Alkohol schadet”

Hinzu kommt, dass eine Vielzahl an inneren und äußeren Faktoren zusätzlich beeinflusst, wie sehr Menschen zu Alkoholismus neigen, darunter Gruppenzwang, Persönlichkeitsmerkmale, das eigene Selbstwertgefühl, genetische Veranlagung oder sogar die Verfügbarkeit von Alkohol. Deshalb sieht Eva trotz der positiven Entwicklung in Deutschland noch keinen Grund zur vollständigen Entwarnung: „Deutschland ist weiterhin ein sogenanntes Hochkonsumland.“ Laut Herstellerangaben tranken die Deutschen im Jahr 2022 pro Person 91,8 Liter Bier, 19,9 Liter Wein, 3,2 Liter Schaumwein und 5,2 Liter Spirituosen. Kein Wunder also, dass Deutschland nach Angaben der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) mit seinem Pro-Kopf-Konsum auf Platz 9 unter den 27 EU-Ländern landet. Die positive Entwicklung der letzten 40 Jahre will Eva darum weiter verstärken und radikal aufklären.

Romantische Erzählungen von früher, als das Feierabendbierchen vermeintlich noch unbedenklich war, oder urbane Legenden vom abendlichen Glas Rotwein zur Förderung der Herzgesundheit, lässt sie daher nicht durchgehen. „Jede Menge an Alkohol schadet. Wir reden von einem Zellgift, das diverse Krebsarten schon bei moderatem Konsum massiv befördert. Alkohol geht auf die Leber, auf die Psyche und auch aufs Herz – das war damals genauso wie heute.“ Tatsächlich starben dem Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung zufolge in Deutschland noch vor fünf Jahren rund 10.600 Männer und 3600 Frauen an einer ausschließlich durch Alkoholkonsum bedingten Krankheit. Inklusive der Erkrankungen, für die Alkohol zwar nicht die ausschließliche Ursache, wohl aber ein Risikofaktor ist, steige die Todeszahl sogar auf 40.000 Menschen jährlich. In der gesamten europäischen Region sei Alkohol laut WHO für ein Elftel aller Todesfälle direkt verantwortlich.

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Entwicklung der Todesfälle weltweit nach WHO-Regionen. Quelle: WHO

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Entwicklung der Todesfälle aufgrund durch Alkoholkonsum bedingte Krankheiten weltweit. Quelle: WHO

Weltweiter Erfolg: Aufklärung zeigt Wirkung

Angesichts dieser Zahlen sieht die Weltgesundheitsorganisation weiterhin einen akuten Handlungsbedarf. In Europa müsse ein Umfeld geschaffen werden, in dem gesündere Entscheidungen für alle leichter werden. Zum Beispiel, indem Alkohol teurer, weniger leicht verfügbar und weniger stark beworben werde. Mit Aufklärungskampagnen sollen Menschen ihr persönliches und gesellschaftliches Verhältnis zum Alkohol neu definieren, insbesondere im Alltag und bei Festen. Bisher wurden bemerkenswerte Erfolge erzielt:

So sank etwa von 2010 bis 2019 die Zahl der auf Alkohol zurückführbaren Todesfälle pro 100 000 Menschen weltweit um 20,2 Prozent. Damit war der Rückgang noch stärker als bei den gesamten Todesfällen weltweit, die um 14,8 Prozent sanken. Auch die durch die Folgen von Alkoholkonsum verlorenen Lebensjahre gingen im selben Zeitraum global deutlich zurück, nämlich um 18,3 Prozent im Vergleich zu 14 Prozent aller krankheitsbedingt verlorenen Lebensjahre.

Die Zahlen zeigen nicht zuletzt die Wirksamkeit guter Prävention. Seit Jahrzehnten ist der Alkoholkonsum insgesamt rückläufig. Während in den 1970er Jahren noch 70 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland regelmäßig tranken, ist es heute nicht einmal mehr ein Drittel. Gleichzeitig haben sich die Kennzahlen polizeilich erfasster Alkoholunfälle seit den 1990er Jahren mehr als halbiert. Bei aller Vorsicht blickt auch Eva optimistisch in die Zukunft. „Die Entwicklung geht in die richtige Richtung“, sagt sie.

Erlesener Ersatz oder hochwertige Alternative?

Mit dem wachsenden Angebot an feinen alkoholfreien Getränken als Essensbegleitung werde es zudem immer einfacher, auf Alkohol zu verzichten. Doch trotz der vielen Vorteile bietet noch lange nicht jeder gastronomische Betrieb alkoholfreie Alternativen. Oft geht das Angebot auch in Sternerestaurants nicht weiter als bis zu  herkömmlichen Säften und Softdrinks. So auch im nächsten Restaurant auf Evas Pressereise durch Mexiko. Solche Momente, wo ihr die Teilhabe an der vollständigen kulinarischen Erfahrung verwehrt bleibt, können sie jedoch schon lange nicht mehr beirren. Zu stark war der spürbare Unterschied schon in den ersten Tagen ihrer Abstinenz: „Ich habe mich auf einmal wieder fit gefühlt und besser geschlafen.“  

Als jemand, der über den Schwips hinaus den Geschmack diverser Spirituosen geliebt hat, durchkostet sie heute qualitativ produzierte Ersatzprodukte wie No-Groni, Prisecco oder alkoholfreie Craft-Biere. Die regelmäßige Konfrontation mit ihrer Droge im Alltag ihres Traumberufs triggert sie nicht. „Genau genommen, kann ich das Essen heute mehr genießen als damals“, sagt sie. Denn häufig konnte sie sich am nächsten Tag schon nicht mehr an die Speisen erinnern. „Es ging nur noch darum, wann endlich mein Glas nachgefüllt wird, und nicht mehr um die Frage, inwiefern das im Glas gut zu dem auf dem Teller passt“.

Genuss ohne Promille: Das Geschmacksprofil allein im Fokus

Alkoholfreie Getränke nutzen würzige, herbe oder auch fruchtige und florale Basen für einen vollen Geschmack. Von fermentierten Tees über innovative Saftkompositionen bis hin zu Milch-Punches ist alles erlaubt, was das Geschmacksprofil eines Gerichts hervorhebt. „Neulich in Wien wurde mir Kwas zu einer Speise gereicht. Das waren Mundgefühle, die ich so noch nie hatte“, sagt Eva, die auch die Konsistenz genau bewertet. Der slawische Brottrunk war nur eines der speziell zubereiteten Getränke, die das Restaurant Tian ihr servierte. „Generell warten viele Wiener Restaurants mit guten Alternativen auf. Das Doubek bietet zum Beispiel Kaffeekombucha oder Honigkefir an”. 

Auch außerhalb der Sterneküche gibt es eine Auswahl alkoholfreier Drinks, die Eva jedem Restaurant für ihre Karte nahelegt. „Bei Säften kann man gerne auch mal überraschen. Statt immer Apfel und Orange, vielleicht eine Flasche Vogelkirschsaft oder Hirschbirne.“ Falls es doch die Klassiker sein sollen, empfiehlt die Kritikerin lokale Manufakturen wie die von Jörg Geiger. Dort werden Streuobst von der schwäbischen Alb ausgefallene Zutaten hinzugefügt. Eine Flasche Grüne Jagdbirne mit Weißdorn und Holz oder Apfelsaft mit Vogelmiere und Meersalz gibt es zu Preisen ab acht Euro pro Flasche.

Über Säfte hinaus gibt es viele Drinks, die auf Kaffee und Tee basieren. „Wer sich dafür begeistert, sollte unbedingt Nicole Klauß kennen“, rät Eva. Die Gastroberaterin hat das Fachbuch „Alkohol frei“ mit einer Vielzahl an Rezepten herausgegeben. „Sie hebt teilweise mit kleinen Kniffen wie einem Tropfen Sojasoße einfache Tees auf ein völlig neues Level.“ Einer von Evas Lieblingsdrinks ist der nach der Autorin benannte „Mindful Nicole“, der mit einem essiggesäuerten Fruchtsirup verfeinert wird, einem sogenannten „Shrub”.

Ausgefallene Zutaten und Geschmacksprofile seien aber nicht für jede Person automatisch ein überzeugendes Argument, sagt Eva. In größeren Städten gibt es daher meist Spezialgeschäfte, die beraten. Oft könne man auch probieren, ob einem Produkte wie ein Verjus oder ein Trinkessig ihr Geld wert sind. „Mein Lieblingsladen ist der Mindful Drinking Club in Berlin, aber auch online wird man fündig“. Manche Unternehmen berechnen einen Aufpreis für den Versand nach Deutschland, bieten dafür jedoch eine spezielle Produktauswahl. Das Dänische Unternehmen Muri etwa verwendet Verfahren wie Kohlensäuremaische, Räuchern oder Milchsäuregärung, um Produkte wie Kiefernnadeln und Rhabarber zu kombinieren.

„Das ist schon eine kleine Revolution, die hier gerade im Gange ist“, sagt die Restaurantkritikerin lächelnd, nachdem sie einen Schluck von ihrem Maisschalen-Orangen-Maraschino-Soda genommen hat. Auch wenn der Umbruch still geschieht: Der Alkoholkonsum sinkt weiter, während das Angebot hochwertiger alkoholfreier Getränke explodiert. Eva Biringer jedenfalls ist stolz darauf, eine Zukunft mitzugestalten, in der Genuss und Gesundheit Hand in Hand gehen.

Mindful Nicole

Rezept: Nicole Klauß

Z U T A T E N

20 ml ONI (alkoholfreie Gin-Alternative)

40 ml Cold-Brew-Sencha

2 g Sencha (½ TL ), 60 ml gefiltertes Wasser

30 ml Grapefruit-Oleo-saccharum

2 Grapefruits in Bioqualität, fein abgezogene Zesten

150 g feinster Zucker

10 ml Limetten-Holunderblüten-Shrub

30 ml Apfelessig, 50 ml Holunderblütensirup, 30 ml Limettensaft

3 Tropfen dunkle Sojasauce

F Ü R  D I E  D E K O

Grapefruitrad (sehr dünn geschnittene Scheibe der Grapefruit)

Z U B E R E I T U N G  F Ü R  D E N  L I M E T T E N – H O L U N D E R B L Ü T E N – S H R U B

30 ml Apfelessig, 50 ml Holunderblütensirup und 30 ml Limettensaft vermischen und 2 bis 3 Tage im Kühlschrank ziehen lassen.

Z U B E R E I T U N G  F Ü R  D A S  G R A P E F R U I T- O L E O – S A C C H A R U M

Fein abgezogene Zesten von 2 Grapefruits mit 150 g feinstem Zucker vermischen, kurz andrücken, in einen Gefrierbeutel mit Zipper geben und schütteln, bis der Zucker sich gut verteilt hat. Dann so viel Luft wie möglich aus der Tüte drücken und verschließen.

4 bis 6 Stunden ziehen lassen. Der Zucker wirkt hygroskopisch und zieht das Zitrusöl aus der Schale. In der Regel hat sich der Zucker dann komplett aufgelöst.

Die Mischung durch ein feines Sieb in ein sauberes, verschließbares Gefäß geben.

Z U B E R E I T U N G  F Ü R  D E N  C O L D – B R E W – S E N C H A

2 g Sencha (½ TL ) und 60 ml gefiltertes Wasser in ein verschließbares Glas geben und 8 bis 10 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen, dann abseihen.

Alle Zutaten in ein mit Eis gefülltes kleines Highballglas geben, kurz umrühren und das Grapefruitrad mit einer Pinzette platzieren.

Culantro-Shrub

Rezept: Manuel Vitello

Z U T A T E N

Sencha

1 Bio-Limette

100g Tiefkühl-Mango

80ml Hafer-Barista

1 Bund Koriander, alternativ Basilikum

Zimt

F Ü R  D I E  D E K O

Dünn geschnittene Scheibe Limette, gemahlener Zimt; 

optional: Gläser vorkühlen

Z U B E R E I T U N G

5g Sencha mit 500ml Wasser mindestens 6 Stunden ziehen lassen.

Absieben.

Schale und Saft einer Bio-Limette hinzufügen und 1 Std ziehen lassen.

Schale entfernen.

Tee mit 100 g tiefgekühlter Mango fein mixen. Durch ein Sieb jeweils die Hälfte ins Glas gießen.

80ml Barista-Haferdrink mit vier bis sechs Zweigen Koriander (oder alternativ einer Handvoll Basilikum) sehr fein mixen. Durch ein Sieb geben und aufschäumen. Dazu, falls notwendig, erwärmen.

Den Koriander-Hafer-Schaum vorsichtig mit einem Löffel auf dem Sencha-Mango-Brew drapieren.

Glas nach Belieben mit einer dünnen Limettenscheibe dekorieren. Feiner Zimt gibt dem Geschmacksprofil des Drinks eine Extranote. Sofort servieren.

Alternativ: Tee heiß brühen, Schale kurz ziehen lassen und nach dem Abkühlen weiter wie beschrieben.

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Beitragsbild: Matthew Paul Argall via Flickr.

Quellen:

Anteil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland, der regelmäßig* Alkohol konsumiert, im Zeitraum von 1973 bis 2023
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/222971/umfrage/alkoholkonsum-von-jugendlichen-und-jungen-erwachsenen-in-deutschland/#

Sucht- und Drogenbeauftragte der Bundesregierung
https://www.bundesdrogenbeauftragter.de/themen/suchtstoffe-und-suchtformen/alkohol/

Alkoholatlas Deutschland
https://www.dkfz.de/fileadmin/user_upload/Krebspraevention/Download/pdf/Buecher_und_Berichte/2022_Alkoholatlas-Deutschland-2022_Auf-einen-Blick.pdf

WHO Global status report on alcohol and health and treatment of substance use disorders
https://iris.who.int/bitstream/handle/10665/377960/9789240096745-eng.pdf?sequence=1


Entwicklung der 30-Tage-Prävalenz des Rauschtrinkens unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland von 2004 bis 2023
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/222980/umfrage/rauschtrinkens-unter-jugendlichen-und-jungen-erwachsenen-in-deutschland/

Kennzahlen zu polizeilich erfassten Alkoholunfällen* in Deutschland von 1995 bis 2023 gehen kontinuierlich zurück
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/459049/umfrage/anzahl-der-alkoholbedingten-verkehrsunfaelle-deutschland/

BZgA: Alkoholkonsum in Deutschland | So trinkt Deutschland: Zahlen und Fakten
https://www.kenn-dein-limit.de/alkoholkonsum/alkoholkonsum-in-deutschland/

Schätzung alkohol-attribuierbarer Mortalität und Morbidität: Trends 2006 – 2021

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Florian Vitello
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