Sonderausgabe: Cool bleiben trotz Hitze

von | 14. August, 2026 | Good News Ticker

Die Hitzewellen werden immer länger und heißer. Wie kann man sich am besten vor den hohen Temperaturen schützen? Die Antworten reichen von grünen Fassaden bis zu Kühlsystemen aus der Unterwelt.

Kiefernzapfen-Technik schützt Gebäude vor Hitze

Ein Forschungsteam aus Süddeutschland hat die Funktionsweise von Kiefernzapfen kopiert, um Gebäude durch ein neues Beschattungssystem vor Hitze zu schützen. Seine „Schuppen“ verformen sich je nach Wetter und brauchen dafür keinen Strom.

Quelle: Tagesschau

Ein Haus ohne Heizung, in dem es immer warm ist

Im Berliner Stadtteil Wedding entsteht mit dem Kornelius Forum das erste Gebäude in Deutschland, das ganzjährig Raumtemperaturen zwischen 22 und 26 Grad Celsius bietet – ohne klassische Heizung, Lüftung oder Klimaanlage.

Quelle: Squirrel News

Weiße Dächer helfen gegen urbane Hitzeinseln

Aufgrund des Klimawandels leiden Städte immer öfter unter Rekordtemperaturen. Eine neue Studie legt nahe, dass reflektierende Dächer die wirksamste Maßnahme zur Abkühlung urbaner Räume sein könnten.

Quelle: n-tv

Selbstbegrünende Fassaden aus Moos

Moos reinigt die Luft und kühlt Wände im Sommer stark ab. Ein Unternehmen aus der Pfalz hat nun eine wartungsfreie, selbstbegrünende Fassade aus modularen Betonelementen entwickelt. Moos-Sporen aus der Luft siedeln sich dort von selbst an. Andere Unternehmen verfolgen ähnliche Ansätze.

Quelle: Ingenieur

Schüler entwickelt Fasermatte gegen Hitze in Städten

Weltweit werden die Sommer immer heißer. Begrünte Fassaden können dabei als natürliche Klimaanlagen wirken. Doch oft sind sie teuer und schwer zu pflegen. Ein Schüler aus Halle entwickelt deshalb ein kostengünstiges System aus Blumenerde, Kokosfasern, Sand und Alginat.

Quelle: MDR

Das Comeback des Lehms

Schon vor Jahrtausenden wurden Häuser aus Lehm gebaut. Dann geriet der Baustoff in Vergessenheit. Nun kehrt er langsam in den Alltag zurück: zum Beispiel in Form eines fünfstöckigen Hotels.

Quelle: Der Standard

Neue Technologie senkt Stromverbrauch von Klimaanlagen stark

Forschende der Harvard University haben eine neue Technologie für Klimaanlagen entwickelt, die Luftfeuchtigkeit und Temperatur getrennt reguliert. Eine ultradünne Membran filtert den Wasserdampf aus der Luft, bevor sie gekühlt wird. Dadurch wird Strom gespart und der Energieverbrauch sinkt um bis zu 60 Prozent.

Quelle: Futurezone

Fernkälte statt Klimaanlage

Fernkälte ist sozusagen das Gegenteil von Fernwärme. Gebäude lassen sich dadurch viel effizienter kühlen als mit Klimaanlagen. Das mit Abstand größte Netz dafür in Deutschland besitzt München.

Quelle: Tagesschau

Paris: Kühlung aus der Unterwelt

Für viele große Städte sind immer heißere Sommer eine Tortur. Doch herkömmliche Klimaanlagen sind keine Lösung, da sie die Erderwärmung noch anheizen. Paris setzt deshalb auf ein unterirdisches Kühlsystem, das deutlich ressourcenschonender sein soll.

Quelle: Tagesschau

Alte persische Technik kühlt Außenräume in Spanien

Wissenschaftler der Universität Sevilla modernisieren ein altes persisches Kühlsystem, um Gebäude, Plätze und Bushaltestellen zu kühlen. Dabei wird Regenwasser in unterirdischen Becken gesammelt und anschließend in kleinen Mengen durch Teile der Bauten gepumpt.

Quelle: SRF

Bäume kühlen Städte noch besser als bisher angenommen

Bisher ging man davon aus, dass die Kühlfunktion von Bäumen bei 30 bis 35 Grad an ihre Grenzen stößt. Ein Forschungsteam aus der Schweiz hat nun das Verhalten von Platanen unter Hitzestress untersucht und festgestellt, „dass der Wasserfluss auch bei großer Hitze nicht abnahm – im Gegenteil“.

Quelle: Swissinfo

Paris: Wie die Begrünung der Stadt gegen Hitze hilft

Bürgermeisterin Anne Hidalgo lässt Paris immer weiter begrünen. Dabei werden auch 70 000 Parkplätze aufgelöst und durch 170 000 Bäume ersetzt. Nun zeigen erste Schätzungen, dass die Temperaturen in betroffenen Vierteln um bis zu vier Grad niedriger sind.

Quelle: Frankfurter Rundschau

#26: Bürgerwälder: Bäume pflanzen gleich um die Ecke

Schon kleinste Wälder in der Stadt haben positive Auswirkungen auf Mikroklima und Artenvielfalt. Der Verein Citizen’s Forests pflanzt mit vielen freiwilligen Helfern „Bürgerwälder“. In unserer neuen Podcast-Folge berichten die zwei Gründer, wie sie Bäume schnell zum Wachsen bringen und wie man sich ihrer Bewegung anschließen kann.

Quelle: Squirrel News

Deutschland pflastert ab: Städte-Contest geht in die zweite Runde

In den Niederlanden wetteifern Städte schon länger darum, wer am meisten versiegelte Flächen entfernt und sie wieder durchlässig macht. Seit 2025 gibt es auch in Deutschland einen offiziellen Wettbewerb zum Abpflastern. Ende März startet die nächste Runde. Mitmachen können alle, die Lust darauf haben.

Quelle: Squirrel News

„Wir sind die Cheerleaderinnen fürs klimafreundliche Parken“

Zwei Schweizerinnen brechen versiegelte Flächen wie Parkplätze oder Innenhöfe auf und ersetzen sie durch pflanzen- und insektenfreundliche Kies- und Sandbeläge. Weiter genutzt werden können die Flächen trotzdem.

Quelle: Riffreporter

Das kühlende Potenzial des Unkrauts

Unkraut zwischen Pflastersteinen galt bisher als Zeichen von Unordnung und Verwahrlosung. Doch das könnte sich noch ändern. Denn ein Stadtplaner in Santiago de Compostela hat entdeckt, dass die Pflanzen die Hitze vor Ort teils um fast 30 Grad senken können.

Quelle: Spektrum

Gratis-Bäume vor der eigenen Haustür

In Saarlouis können Hausbesitzer kostenlose Bäume vor ihrer Haustür pflanzen. Statt versiegelter Flächen und heißem Asphalt soll die Begrünung für Abkühlung in den Straßen sorgen und die Lebensqualität verbessern.

Quelle: Tagesschau

Urbane Klimawürfel gegen die Hitze

Eine Innovation aus Österreich sagt der urbanen Hitze den Kampf an. Es handelt sich um fünf mal fünf Meter große würfelförmige Holzkonstruktionen, auf denen Pflanzen wachsen können.

Quelle: ORF

Solar-Carports: Mehr Strom und mehr Schatten ohne zusätzliche Versiegelung

Solardächer über Parkplätzen liefern nicht nur nachhaltig Strom, sondern schützen Autos und Menschen im Sommer auch vor Hitze. Neue Großprojekte in Bayern zeigen, dass sich der Ansatz auch für sensible Gegenden in der Nähe von Nationalparks eignet.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Ein Beton, der Straßen kühlt

Forschende haben einen Beton entwickelt, der Sonnenlicht zu 96 Prozent reflektiert und dadurch Gebäude und Straßen abkühlt. Der „Supercool Cement“ kann auf Dächern, Fassaden und Straßen eingesetzt werden und senkt Temperaturen um bis zu 15 Grad. Zudem wird er CO2-sparend hergestellt.

Quelle: Tagesschau

Einmaliges Pilotprojekt: Steinwolle speichert Regenwasser unter Asphalt

Regenwasser fließt in Städten oft direkt in die Kanalisation. Die Stadt Bochum testet nun ein weltweit einmaliges System, bei dem Steinwolle unter der Straße Wasser wie ein Schwamm speichert. Profitieren sollen davon umstehende Bäume. Zudem kühlt das gespeicherte Wasser an heißen Tagen die Umgebung.

Quelle: WDR

Schafe auf Dächern: Wie Städte klimaresilienter werden

Städte werden im Sommer besonders heiß. „Blau-grüne Infrastruktur“ rückt deshalb immer mehr in den Fokus der Stadtplanung. Dazu zählen grüne Fassaden, Baumrigolen und Schafe, die Gründächer von Einkaufszentren pflegen.

Quelle: Klimareporter

Neue Ideen für kühlere Städte

In Delft entsteht das höchste Wohngebäude der Niederlande ohne Betonkern. Dafür hat es Bäume auf dem Dach und den Balkonen. Athen plant derweil ein Netzwerk aus Miniwäldern und testet reflektierende Straßenbeläge.

Quelle: ZDF

Sierra Leone: Von Freetown zu Treetown

Sierra Leones Hauptstadt leidet unter den Folgen des Klimawandels. Bürgermeisterin Aki-Sawyerr hat deshalb schon mehr als eine Million Bäume pflanzen lassen. In der ersten Abwasser-Aufbereitsanlage der Stadt entstehen zudem Briketts aus Klärschlamm – als Ersatz für die schädliche Holzkohle.

Quelle: ARD

Indien: In dieser Schule bleibt es auch ohne Klimaanlage kühl

Die Rajkumari Ratnavati Girls School in Indien bietet Mädchen nicht nur dringend nötige Bildungschancen, sondern sorgt mit ihrer Bauweise auch dafür, dass es im Innern stets kühl bleibt. Möglich wird das durch eine Kombination aus alten Techniken und modernem Design. (Bilderstrecke)

Quelle: Deutsche Welle

Foto: Michael Busch / Unsplash (CC0)

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