Ein MRT-Simulator in Hannover hilft Kindern, Untersuchungen angstfrei zu erleben und häufiger ohne Narkose auszukommen.
In der Kinderradiologie der Medizinischen Hochschule Hannover wird seit März 2026 ein speziell umgebauter Magnetresonanztomograph (MRT) Simulator eingesetzt, um Kinder gezielt auf Untersuchungen vorzubereiten. Das Trainingsgerät in Form einer „Rakete“ wurde durch eine Spendenaktion des Spieloasen-Teams finanziert. Ziel ist es, Ängste vor der engen, lauten „Röhre“ abzubauen und die jungen Patientinnen und Patienten mit dem Ablauf vertraut zu machen. Die „Rakete“ kann auch die typischen, lauten Geräusche einer MRT-Untersuchung realistisch wiedergeben.
Alle Schritte werden im MRT-Simulator trainiert
Unter Anleitung üben Kinder alle Schritte der Untersuchung realitätsnah, inklusive Geräusche, Atmung und ruhigem Liegen. So gewinnen sie Sicherheit und ein besseres Zeitgefühl. Die Vorbereitung sorgt dafür, dass Untersuchungen seltener abgebrochen werden müssen und häufiger ohne Narkose oder Beruhigungsmittel gelingen. Gleichzeitig verbessert sich die Bildqualität, da Bewegungen reduziert werden. Ein vergleichbares Gerät wird bereits seit 2013 in Paris genutzt, wo inzwischen rund 80 Prozent der Kinder ohne Betäubung untersucht werden können.
Bildquelle: Michal Jarmoluk / Pixabay
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