Prio 1 Gesundheit! Der etwas andere JobJackpot (Teil 1)

von | 12. Februar, 2021

Rock Your Idea
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Ein Plädoyer für gute Ernährung, mutige Entscheidungen und Good Work

Unsere Autorin Cinderella Glücklich hatte von 2019–2020 die Gelegenheit bei der Firma JobJackpot, auf eine völlig neue Art und Weise zu arbeiten: Die eigene Gesundheit war Prio 1, nicht etwa der Erfolg der Firma. Dieses Experiment hatte so weitreichende positive Auswirkungen, dass sie ihre Erfahrungen unbedingt mit der Welt teilen und mit ihrem Bericht auch andere ermutigen möchte, Prioritäten in der Arbeitswelt zu überdenken.

Die Gefahr des Aushaltens

„Ich muss hier raus. Schnell. Sonst werde ich wieder sehr, sehr krank.“ Als ich diese Nachricht an meinen Freund & Mentor Martin Gaedt geschrieben habe, war es noch nicht einmal sechs Monate her, dass ich nach langer Arbeitsunfähigkeit wieder ins Berufsleben eingestiegen war. Eigentlich sollte der Job, dem ich zu dieser Zeit nachging, eine Übergangslösung sein, die mich wieder fit machte für den Arbeitsalltag. Ich war komplett im Home Office. Ich konnte mir meine Arbeitszeiten frei einteilen. Und ich machte etwas, das ich sehr gerne tue: Mit Menschen sprechen und ihnen weiterhelfen. Klingt super, oder?

Schluss mit falscher Bescheidenheit

Die Kollegen waren super, ja. Auch der Kundenkontakt. Darüber, dass ständig Überstunden anfielen, dass die Kundenfrequenz extrem hoch war, dass im Home Office keine Trennung mehr zwischen Privatbereich und Arbeitsstätte stattfand, dass mir das stundenlange Sitzen gar nicht gut tat, mein Puls ständig auf 180+ war und dass die Bezahlung wirklich mies war, darüber dachte ich lange nicht nach. Ich redete mir ständig ein, dass mein Job ja nur eine Übergangslösung sei, ich froh sein könne, ihn überhaupt zu haben und dass sich schon alles regeln würde – bis ich eines Abends wieder so dasaß wie vor meiner Arbeitsunfähigkeit und obige Nachricht an Martin schrieb. Ich wusste in diesem Moment gar nicht, was ich eigentlich von ihm erwartete. Mit der Antwort, die er mir wenig später gab, hatte ich allerdings nicht gerechnet:

„Würdest du mit mir zusammenarbeiten?“ Der JobJackpot klopft an

Ein „Ja. Sofort.“ später war ich bereits dabei, meine Kündigung zu schreiben. Nägel mit Köpfen. Bumm, zack! war schon immer mein Ding. Manchmal hat mich das ganz schön in Schwierigkeiten gebracht, manchmal ist etwas Großartiges dabei herausgekommen. Gelernt und letztendlich gewonnen habe ich immer.

Heute habe ich viel, viel mehr bekommen als nur Erkenntnisse, wie es oft so schön heißt. Die natürlich auch, und das nicht zu knapp, doch gewonnen habe ich vor allem Gesundheit und Raum für Möglichkeiten.

„Deine Gesundheit ist Prio 1. Es ist deine Aufgabe, darauf zu achten.“

Welcher Chef hat dir schon einmal diese Antwort gegeben, nachdem du ihn nach seiner wichtigsten Bedingung für eure Zusammenarbeit gefragt hast? – richtig, so habe ich auch geschaut. Dann habe ich gedacht: Easy. Jetzt achte ich endlich mal auf mich. Und es ist sogar eine Bedingung, um meinen Job gut zu machen. Cool!

Weit gefehlt. Auf meine Gesundheit zu achten hieß für mich im beruflichen Kontext bisher immer, mir nicht anmerken zu lassen, wenn es mir nicht gut ging. Weitermachen. Leistung bringen, trotz meiner Behinderung.

Zeigen, dass ich eine genau so gute Arbeitskraft bin wie alle (nicht-behinderten) Anderen. Bloß den Job behalten, denn die meisten Menschen mit Behinderung träumen von dem Glück, das ich habe, auf dem ersten Arbeitsmarkt aktiv sein zu dürfen. Ich bin privilegiert und sollte das zu schätzen wissen …

Wie es für Cinderella in ihrem neuen Job weiterging und welches Fazit sie aus dieser Zeit gezogen hat: Der zweite Teil von „Prio 1 Gesundheit! Der etwas andere JobJackpot“ erschien am 16.02.21. Hier geht es zu Teil 2.

Cinderella Gluecklich

Less is more! Tatsächlich bedeutet auf meine Gesundheit zu achten, genau das Gegenteil von dem, was ich bisher getan habe …
Was würde also passieren, wenn wir alle so handeln würden, dass die eigene Gesundheit die Prio 1 ist? Am Anfang wäre es mit Sicherheit anstrengend, eine große Umstellung. Doch am Ende, davon bin ich überzeugt, wäre es eine enorme Bereicherung für alle.

– Cinderella Glücklich

Beitragsbild: Unsplash / Katrina Wright
Bild im Text: Cinderella Glücklich, privat

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Cinderella Gluecklich

Cinderella brennt für soziale Gerechtigkeit, gesunde Ernährung und Technologie. Ihr Wunsch ist, dass jede:r von uns täglich etwas tut, das die Welt ein Stückchen besser macht. Damit noch mehr Menschen dazu inspiriert werden, unterstützt Cinderella das Good News Team als Redakteurin und bei Kooperationen.

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