Ein neues Café schafft Jobs für Frauen ohne Ausbildung und verbindet Kulinarik mit gesellschaftlicher Verantwortung.
In Kassel hat die 53-jährige Fatma Bavli Anfang dieses Jahres das kurdische Café „Zîn Tenûr“ an der Friedrich-Ebert-Straße eröffnet. Nach 24 Jahren Arbeit in einem Dönerladen erfüllte sie sich damit den Wunsch, ihre eigenen Ideen umzusetzen. „Ich wollte etwas mit Frauen und mit Bio-Produkten machen“, sagt die Mutter von vier erwachsenen Kindern. In ihrem Café arbeiten ausschließlich Frauen, darunter auch viele ohne Ausbildung oder mit Sprachbarrieren. Ziel ist es, ihnen eine berufliche Chance und mehr Selbstständigkeit zu ermöglichen.
Für viele ist das der erste Job überhaupt
„Männer lassen alles stehen und liegen, sie achten nicht so auf Sauberkeit. Frauen sind viel gründlicher und zuverlässiger. Sie haben mehr Disziplin“, sagt Fatma Bavli gegenüber der Hessiche/Niedersächsische Allgemeine Zeitung. In ihrem Café mit kurdischen Spezialitäten erhalten Frauen aus ihrer Heimat eine Jobchance, obwohl ihnen wegen fehlender Ausbildung oder Sprachbarrieren oft der Zugang zum Arbeitsmarkt fehlt. Unterstützt wird das Projekt von Bavlis Sohn, der selbst Gastronom ist. Das Konzept setzt bewusst ein Zeichen für Integration, Teilhabe und die Stärkung von Frauen. Das Café wird gut angenommen und zieht Gäste unterschiedlicher Herkunft an.
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