Jahrelange Überkopfarbeit führte Sebastian Seiter in die Berufsunfähigkeit. Heute arbeitet er für ein Unternehmen, das körperlich anspruchsvolle Arbeit gesünder machen will. Gelingen soll das mit Exoskeletten – einer Technologie zwischen Forschung, Innovation und Prävention.
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Jahrelang schwere Kisten tragen, kranke Patient:innen bewegen, auf Baustellen arbeiten oder stundenlang über Kopf montieren – für viele Menschen gehört körperliche Belastung zum Arbeitsalltag. Etwa 10,6 Millionen Erwerbstätige in Deutschland verrichten mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit anstrengende körperliche Arbeit. Dazu zählen das Heben schwerer Gegenstände sowie Arbeiten in schmerzhaften oder ermüdenden Positionen, aber auch das Anheben von Personen, etwa in der Pflege.
Die körperlichen Folgen dieser Arbeit zeigen sich oft erst im Laufe der Jahre: chronische Rückenschmerzen, kaputte Gelenke oder andere dauerhafte körperliche Schäden. Lange galt das als normal für bestimmte Berufe. Wer körperlich arbeitet, verschleißt eben schneller. Doch genau hier beginnt inzwischen ein Umdenken. Eine Technologie gilt als besonderer Hoffnungsträger gegen arbeitsbedingte Muskel- und Skeletterkrankungen: Exoskelette.
Das gibt es doch nur in Iron Man?
Exoskelette sind tragbare Unterstützungssysteme, die über der Arbeitskleidung getragen werden. Je nach Einsatzgebiet entlasten sie bestimmte Körperregionen wie Rücken, Schultern oder Arme. Quasi eine Fusion aus menschlichem Körper und Technik. Was zunächst nach Science-Fiction klingt, wird inzwischen in immer mehr Unternehmen eingesetzt. Die exoIQ GmbH in Hamburg entwickelt solche intelligent gestalteten Unterstützungssysteme, die körperliche Arbeit erleichtern. Exoskelette entlasten Muskeln und Gelenke bei körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten, indem sie einen Teil des Arbeitsgewichts übernehmen. Das Schulter-Exoskelett unterstützt im Maximum bis zu 15 Kilo, 7,5 Kilo pro Seite. Beim Rücken-Exoskelett können bis zu 30 Kilo Last abgenommen werden. Aktive Exoskelette nutzen Motoren und Akkus, um zusätzliche Unterstützung bereitzustellen, passive Systeme arbeiten mit…
Exoskelette – die Zukunft körperlicher Arbeit?
