Die Weltgesundheitsorganisation hat erstmals ein Malariamittel speziell für Neugeborene und Babys zugelassen.
Das neue Medikament Coartem Baby schließt eine gefährliche Lücke in der Medizin. In einigen Regionen Afrikas sind bis zu 18 Prozent der Kinder unter sechs Monaten von Malaria betroffen. Bisher gab es für sie aber keine sichere, passende Behandlung. Meistens wurden sie mit Medikamenten für ältere Kinder behandelt – mit höherem Risiko für Dosierungsfehler und Nebenwirkungen.
Mehr Schutz für die Jüngsten der Gesellschaft
Coartem Baby kommt als Tablette mit Kirschgeschmack, die sich in Flüssigkeiten wie Muttermilch auflösen lässt. Die WHO hat dem Medikament die sogenannte Präqualifikation erteilt. Dieses Qualitätssiegel ermöglicht den großflächigen Einsatz in den Gesundheitssystemen vieler Malaria-Länder. Erste Erfahrungen aus Ghana zeigen, dass schwer erkrankte Babys damit erfolgreich behandelt werden können. Gemeinsam mit neuen Impfstoffen und besseren Tests gibt es damit ein weiteres wichtiges Werkzeug, um jährlich hunderttausende Kinderleben zu retten.
Bildbeitrag: Wikimedia
Raus ins Grün: Wie Waldkindergärten boomen