Frankfurt blüht auf

Umweltschutz mit blühenden Haltestellen in Frankfurt am Main

von | 11. Juni, 2021

In Frankfurt wurde die erste grüne Haltestelle vorgestellt. Das Umweltschutz-Projekt “Blühende Haltestelle” soll nun im Sommer erweitert werden.

Frankfurt am Main liegt deutschlandweit ganz vorne, wenn es um erneuerbare Energien geht. In der Metropole werden alternative Verkehrsmittel am häufigsten genutzt. 64 Prozent der Einwohner:innen nutzen entweder öffentliche Verkehrsmittel oder fahren mit dem Fahrrad. Nun sollen auch die Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel umweltfreundlicher werden.

Umweltfreundliche Haltestellen: Das Pilotprojekt im Februar

Die ersten “blühenden Haltestellen” in Frankfurt waren zwei Wartehäuschen der Straßenbahn-Haltestelle „Börneplatz / Stoltzestraße“.

Die Dächer der beiden Haltestellen sind mit nachhaltigen sogenannten „extensiven Sedumpflanzen“ bepflanzt. Dabei handelt es sich um pflegeleichte und insektenfreundliche Pflanzen, die einen Wasserrückhaltespeicher besitzen und die blühen, obwohl sie nicht gegossen werden müssen.

„Neben diesen Eigenschaften filtern die Pflanzen den Feinstaub des Verkehrs, sorgen somit für eine bessere Luftqualität und kühlen die Luft bei Hitze ab“

 Michael Rüffer – Geschäftsführer Technik und Betrieb bei der VGF

Zudem besitzt die Rückwand der Haltestelle stadtauswärts beidseitig eine umweltfreundliche Begrünung aus Moos und Pflanzen. Bei den Pflanzen handelt sich um zwölf verschiedene Pflanzen, die bei Bienen sehr beliebt sind. Zum Beispiel Sonnenhut, Taglilie, Astern, Purpurglöckchen und Süßgräser. Die Rückwand wird über einen Wassertank in der Sitzbank bewässert. Diese Vertikalbegrünung für den Umweltschutz ist bei Wartehallen ein Novum und wird zunächst ein Jahr getestet. Die Dachbegrünung soll jedoch dauerhaft bleiben. Das Pilotprojekt wurde im Rahmen des Programms „Frankfurt frischt auf“ vom Umweltamt der Stadt Frankfurt gefördert.

Welche Hallen für den Umweltschutz begrünt werden können, wurde von vorneherein getestet. Hierbei handelt es sich entweder um neue oder wiederverwendete Hallen. Nicht jede der 139 Straßenbahnhaltestellen oder der 57 oberirdischen U-Bahn-Stationen können begrünt werden. Einige Haltestellen sind statisch nicht geeignet, eine pro Quadratmeter zwischen 60 und 90 Kilogramm schwere Dachbegrünung zu tragen. Das Gewicht variiert je nach Hersteller. 

Weitere Haltestellen werden begrünt

Die Verkehrsgesellschaft wird nun weitere Haltestellen begrünen. Die Haltestelle „Hugo-Junkers-Straße Schleife“ erhält im Juli oder August eine neue Wartehalle mit Dachbegrünung aus Sedumpflanzen. Bei den Tram-Haltestellen „Louisa Bahnhof“ und „Neu-Isenburg“ Dachbegrünungen geplant. Die Haltestelle „Louisa Bahnhof“ mit einer 4-Feld- und einer 6-Feld-Wartehalle im Juni 2021, die Haltestelle „Neu-Isenburg“ mit einer kleineren 3-Feld-Halle im Juli 2021. Auch oberirdische U-Bahn-Stationen wie „Kalbach“ sollen im August 2021 begrünt werden.

Begeisterung über die Umweltschutz-Haltestellen bei der Bevölkerung

Die Frankfurter:innen sind über diese Art des Umweltschutzes begeistert und zeigen das in den sozialen Medien:

„Ein super tolles Projekt. Ich hoffe sehr, dass sich zumindest die Dachbegrünung in Frankfurt durchsetzt. Und schön ist auch, dass bisher nichts mutwillig kaputt gemacht worden ist. Auf geht’s zur ‚Green-City‘.“

„Ich finde das Mega Cool. Frankfurt wird grüner.“

„Die ist richtig toll geworden!“

„Sehr schönes Projekt. Fortschritt statt Stehenbleiben!“

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Titelbild von Ildigo / Pixabay

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Fatima Majed

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