In Ecuadors Regenwald zeigt eine Studie der TU Darmstadt: Auf stillgelegten Agrarflächen kehrt die Artenvielfalt bereits nach rund 30 Jahren zu über 90 Prozent zurück.
Gerodete Regenwälder erholen sich schneller als bisher gedacht. Nach rund 30 Jahren erreicht die Artenvielfalt wieder mehr als 90 Prozent des ursprünglichen Niveaus. Etwa drei Viertel der typischen Tier- und Pflanzenarten kehren zurück. Dazu gehören unter anderem Vögel, Insekten und viele Baumarten.
Regeneration nach 30 Jahren
Das hat ein Forschungsteam der TU Darmstadt herausgefunden. Für die Studie untersuchten die Forschenden ehemalige Agrarflächen im Regenwald der Region Chocó in Ecuador. Entscheidend ist, dass in der Nähe der gerodeten Flächen noch intakte Urwälder stehen. Aus diesen Gebieten können Pflanzen und Tiere die aufgegebenen Flächen erneut besiedeln. Unterstützt wird die Regeneration durch Naturschutzorganisationen, die Flächen aufkaufen und langfristig sichern. So haben die jungen Wälder Zeit, sich zu entwickeln.
Die Forschenden sehen in den Ergebnissen ein starkes Argument für mehr Renaturierungsprojekte. Sie zeigen, dass sich Investitionen in Schutzgebiete lohnen.
Warum der Schutz des Regenwaldes sogar Geld spart, erfahrt ihr hier: Regenwaldschutz spart bares Geld
Bildbeitrag: Pixabay
Blutplasma für alle: Warum dieser Durchbruch so viel verändern könnte