Viele Neuerungen in der Arbeitswelt können auf den ersten Blick Angst machen und überfordern. Doch wie ein Sprichwort so schön lautet: “Ein Fremder ist nur ein Freund, den man noch nicht kennt.” Und so haben auch aufkommende Arbeitstrends ihre Berechtigung und können richtig was bewegen.
Diesen Artikel aus unserem Printmagazin „Wir arbeiten dran“ und weitere Vorteile gibt’s im GNM+ Abo. Unsere ePaper hier lesen.
Artikel anhören; 16:28 Minuten (für Mitglieder)
Laut einer Datenerhebung der statista von 2024 werden wir durchschnittlich für 40 Jahre unseres Lebens arbeiten. Das ist eine lange Zeit, in der viel passieren kann. Fast jeder Mensch verwendet beispielsweise so gut wie täglich eine Suchmaschine wie Google und könnte sich das schnelle Finden von Antworten aus dem normalen Leben wahrscheinlich gar nicht mehr wegdenken. Google ist jedoch nicht einmal dreißig Jahre alt! Und KI-Chatbots wie ChatGPT sind sogar noch viel jünger. Fakt ist, dass nichts so sicher ist wieder kontinuierliche Wandel. Und auch in der Arbeitswelt gibt es unter dem Oberbegriff New Work ein ganzes Spektrum an unterschiedlichen Führungs- und Arbeitsmodellen, die unseren Arbeitsalltag selbstbestimmter und individueller machen.
Warum alles neu?
Methoden aus dem New Work-Bereich sollen grundsätzlich den lohnbringenden Charakter der Arbeit um individuellere Förderung der handwerklichen, künstlerischen, oder geistigen Fähigkeiten der Mitarbeitenden erweitern und so deren Selbstentfaltung und Zufriedenheit stärken. Der ursprünglich von Frithjof Bergmann ins Leben gerufene Begriff meinte zunächst nur das Überwinden des Systems der Entlohnung von Arbeit hin zu einer selbstwirksamen, sinnhaften und fast schon selbstversorgerähnlichen Erstellung von Produkten mit Hilfe von Technologie. Sein Leitthema war, eine Arbeit zu gestalten, “die man wirklich, wirklich will”. Die psychologische Dimension dieses Ansatzes setzt sich auch heute noch bei der Allgemeinheit durch. Die meisten Menschen sehen New Work a…
Ist „New Work“ gleich „Neues Arbeiten“?