Gegen Rassismus: Deutsche Nationalmannschaft beteiligt sich am Kniefall der Engländer

von | 29. Juni, 2021

Im Achtelfinale werden die deutsche und die englische Mannschaft ein wichtiges Zeichen setzen: Alle Spieler werden vor dem Anpfiff in die Knie gehen. Damit solidarisieren sie sich mit der Black-Lives-Matter-Bewegung und protestieren gegen Rassismus. Der Kniefall wird allerdings nicht das einzige starke Zeichen des Abends sein.

„Natürlich stehen wir für diese Werte und finden es richtig, für diese Werte einzustehen”

Seit dem gewaltsamen Tod des Afro-Amerikaners George Floyd setzen unzählige Sportler:innen weltweit mit dem Kniefall ein gemeinsames Zeichen gegen Rassismus. So auch die englische Nationalmannschaft. Vor dem heutigen EM-Achtelfinale im Londoner Wembley-Stadion wird sich auch die deutsche Nationalmannschaft an diesem Protest gegen Rassismus und für Toleranz beteiligen. In einer Pressekonferenz sagte Bundestrainer Joachim Löw dazu: „Natürlich stehen wir für diese Werte und finden es richtig, für diese Werte einzustehen. Die Mannschaft hat darüber diskutiert und besprochen, was zu tun ist. Sie werden den Kniefall machen, das ist ein starkes Zeichen.”

Nicht das einzige Zeichen

Auch Manuel Neuer, Welttorhüter und Kapitän der Nationalmannschaft, äußerte sich:

„Für uns war es gar keine Frage. Wir finden es gut, dass man sich so positioniert. Sie stehen für Toleranz und Offenheit, da mussten wir gar nicht lange darüber nachdenken.“

Manuel Neuer, DFB-Pressekonferenz am 28.06.2021

Er selbst setzte bereits in den drei Gruppenspielen ein wichtiges Zeichen: Statt einer normalen Kapitänsbinde nach UEFA-Standards trug er eine Regenbogen-Binde. Am heutigen Abend wird er damit nicht alleine sein. Auch Englands Kapitän Harry Kane wird eine Regenbogen-Binde tragen. Damit solidarisieren sich beide Mannschaften mit der LGBTQ+-Community und setzen sich für die Rechte aller Geschlechter und sexuellen Orientierungen ein.

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Beitragsbild: katatonia82 / Shutterstock

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Paul Esser

Paul Esser ist stellvertretender Chefredakteur beim Good News Magazin. Wenn er gerade keine Medien macht oder konsumiert, studiert er Politikwissenschaften und Psychologie. Warum das alles? Lösungen waren schon immer spannender als Probleme!

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