Birgit Prinz: Weltmeisterin, Vorbild und Wegbereiterin. Wie sie den Frauenfußball bis heute prägt.
Messi, Ronaldo, Prinz: drei der bedeutendsten internationalen Fußballpersönlichkeiten.
Ja, richtig gelesen. Birgit Prinz gehört in eine Reihe mit zwei der größten Namen des Fußballs. Und falls ihr jetzt denkt: Moment, wer? – genau darum geht’s.
Messi und Ronaldo kennt fast jeder, selbst Menschen, die mit Fußball wenig anfangen können. Birgit Prinz hingegen war eine der besten Fußballerinnen aller Zeiten. Trotzdem bleibt ihr Name vielen unbekannt.
Das sagt nicht nur etwas über den Fußball aus. Es sagt etwas darüber aus, wessen Leistungen wir erinnern und wessen wir vergessen.
Vom Wunderkind zur Weltklasse
Mit gerade einmal 15 Jahren spielte Birgit Prinz mit einer Sondergenehmigung bereits in der Bundesliga. Ein Jahr später stand sie erstmals für die deutsche Nationalmannschaft auf dem Platz und traf direkt in ihrem allerersten Länderspiel gegen Kanada.
Die Karriere, die darauf folgte, lässt sich vor allem in Zahlen erzählen: 128 Tore in 214 Länderspielen, zweimal Weltmeisterin, fünfmal Europameisterin, dreimal FIFA-Weltfußballerin des Jahres und achtmal Deutschlands Fußballerin des Jahres. Mit 24 WM-Spielen und 14 WM-Toren stellte sie damals Weltrekorde auf. 245 Spiele bestritt sie allein für den Bundesliga-Verein 1. FFC Frankfurt. Und selbst diese Liste bildet ihre Karriere nur unvollständig ab.
An dieser Stelle könnte ich natürlich über das hervorragende Spielverständnis, die präzise Ballkontrolle oder den Torinstinkt…
Birgit Prinz – mehr als nur Tore