Best of Oktober: Mehr Demokratie, gesündere Kinder

von | 30. Oktober, 2026 | Good News Ticker

Vom Wahlsieg der ersten studentischen Partei über sinkende Abholzung im Amazonas bis zu Wrestling zur Verarbeitung sozialer Konflikte: Hier kommt unser Rückblick auf die wichtigsten und spannendsten konstruktiven Nachrichten aus dem vergangenen Monat, zusammengestellt von unserem Partner Squirrel News.

Vorwort zu unserem Monatsrückblick

In vielen europäischen Städten demonstrieren junge Menschen in diesen Tagen für bessere Bildung oder ganz allgemein für eine bessere Zukunft. Doch die Studierenden in Serbien sind schon zwei Schritte weiter. Junge Menschen in anderen Ländern könnten sich einiges davon abschauen. Mehr lesen…

Quelle: Squirrel News

Serbien: Ein Sieg für die Demokratie

So etwas hat es in der Geschichte noch nicht gegeben: Eine studentische Partei gewinnt eine Parlamentswahl. Ihr Sieg in Serbien zeigt, dass sich hartnäckige Proteste lohnen, gerade auch für junge Menschen.

Quelle: taz

„Dieser Sieg gehört allein der serbischen Jugend“

Zu Fuß und mit Fahrrädern waren die Studierenden in ganz Serbien unterwegs und sprachen auch mit Menschen, mit denen sonst kaum einer spricht, berichtet die Expertin Aleksandra Tomanic. Im Interview erklärt sie, was sie von der neuen Regierung erwartet.

Quelle: Deutschlandfunk

Amazonas-Abholzung auf historischem Tiefstand

Die Abholzung im brasilianischen Amazonas-Regenwald ist auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen 1988 gesunken. Die Entwaldung zu beenden, war eines der zentralen Vorhaben des brasilianischen Präsidenten Lula.

Quelle: Tagesschau

Lula gewinnt erneut Wahl in Brasilien

Die erneute Wahl Lulas zum Präsidenten Brasiliens ist auch für Umweltschützer eine gute Nachricht. Sein Ziel, die Abholzung des brasilianischen Regenwalds bis 2030 komplett zu beenden, könnte er nun tatsächlich erreichen. Allein im vergangenen Jahr ging die Entwaldung um 42 Prozent zurück.

Quelle: Euronews

Peru: Kleines Grundeinkommen hilft beim Regenwaldschutz

Um das Klima und den heimischen Regenwald zu schützen, hat die NGO “Cool Earth” indigenen Gemeinschaften in Peru ein bedingungsloses Grundeinkommen von etwa 2,40 Euro pro Tag gezahlt. Nun zeigt eine Erhebung, wie gut der Ansatz wirkt. (Artikel auf Englisch)

Quelle: The Guardian

Australien schafft ersten Koala-Nationalpark der Welt

Im australischen Bundesstaat New South Wales entsteht der weltweit erste Nationalpark speziell für Koalas. Das 478.000 Hektar große Schutzgebiet soll den Lebensraum von rund 12.000 Koalas sichern und dazu beitragen, ihren Rückgang aufzuhalten.

Quelle: Squirrel News

Helsinki beschließt Werbeverbot für fossile Energien

Nach Städten wie Amsterdam, Stockholm und Bristol hat nun auch Helsinki ein Werbeverbot für Produkte und Dienstleistungen aus fossilen Energien beschlossen. Die Entscheidung betrifft etwa Werbung für Billigflüge oder Kreuzfahrten. Ein Hindernis sind jedoch die langen Laufzeiten der bestehenden Verträge.

Quelle: Euronews

Kopenhagen will Millionen gebrauchter Windeln recyceln

50 Millionen Windeln werden in Kopenhagen pro Jahr benutzt. Bisher werden sie anschließend einfach verbrannt. Nun will die dänische Hauptstadt eine „Windelwende“ einleiten und bis zu 94 Prozent der einzelnen Bestandteile weiterverwerten. Dabei soll auch eine neue Aufbereitungsanlage helfen.

Quelle: Der Standard

Pflanzlicher Stoff soll Styropor ersetzen

Forschende des Fraunhofer ICT haben einen Ersatzstoff für Styropor entwickelt. Er wird aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt, soll recyclingfähig und biologisch abbaubar sein und in der Herstellung bis zu 80 Prozent weniger CO2 freisetzen.

Quelle: Frankfurter Rundschau

Die Gesundheit von Mädchen hat sich weltweit verbessert

Zwischen 2000 und 2023 hat sich die gesundheitliche Situation von Mädchen und jungen Frauen deutlich verbessert. Das geht aus dem ersten Weltmädchenindex hervor. Untersucht wurden dafür Daten von rund 971 Millionen Personen aus 192 Ländern. Die größten Fortschritte verzeichneten Subsahara-Afrika und Südasien.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt

Kleine Kinder leben immer länger

Die Kindersterblichkeit ist in allen Regionen der Welt gesunken und befindet sich auf einem neuen Tiefstand. Während 1950 noch fast eines von vier Kindern vor seinem fünften Geburtstag starb, überleben ihn heute selbst in Afrika weit mehr als 90 Prozent. (Beitrag auf Englisch)

Quelle: Our World in Data

Weniger Todesfälle durch Herzinfarkte und Schlaganfälle

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Doch die Zahl der Menschen, die daran sterben, geht deutlich zurück. Zwischen 2022 und 2025 sanken sie um 6,7 Prozent; Todesfälle durch Herzinfarkte sogar um 15,2 Prozent. Gründe dafür sind unter anderem bessere Prävention, Behandlung und Nachsorge.

Quelle: BR

Neue Gentherapie kann erblindete Patienten sehen lassen

Eine neuartige Gentherapie kann Patienten mit einer seltenen Augenkrankheit teilweise Sehvermögen zurückgeben. Dahinter steckt die Methode der Optogenetik, für die zwei deutsche Forscher gerade den Nobelpreis erhielten.

Quelle: Spiegel

Schweiz verbietet Handel von tierquälerisch erzeugten Pelzen

Als wohl erstes Land hat die Schweiz nicht nur den Import, sondern auch den Handel mit Pelzen verboten, die tierquälerisch erzeugt wurden. Freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie hatten zuvor nicht ausgereicht.

Quelle: This is vegan

Dänemark stoppt endgültig die Zucht von Nerzen

Früher war Dänemark das größte Exportland für Nerzpelze weltweit. Nun beendet das Land im Rahmen des EU-Verbots endgültig die Zucht der Tiere.

Quelle: Zeit Online

Immer mehr Eltern lesen ihren Kindern vor

Knapp 77 Prozent der Eltern in Deutschland geben einer Umfrage zufolge an, ihrem Kind regelmäßig vorzulesen. 2022 hatte der Wert noch bei 61 Prozent gelegen. Der Anteil der Eltern, die ihren Kindern nie vorlesen, sank von 20 auf 12 Prozent.

Quelle: Frankfurter Rundschau

Wie Solarkits die Versorgung in Katastrophengebieten verbessern

Von den Überflutungsgebieten Nepals bis zu Flüchtlingslagern in Afrika kommen in Katastrophengebieten immer öfter mobile Solarkits zum Einsatz. „Wir können jetzt unsere Handys laden, beim Kochen Licht haben, die Kinder können abends lernen und in der heißen Jahreszeit Ventilatoren benutzen“, berichtet ein Geflüchteter in Bangladesch.

Quelle: Euronews

Hoffnungshäuser als Erfolgsmodell für Integration

In „Hoffnungshäusern“ leben Deutsche und Geflüchtete Tür an Tür zusammen. Die täglichen Begegnungen sollen die Integration verbessern und Spaltung verhindern. Mittlerweile gibt es in Deutschland mehr als 40 dieser Häuser. In Schwäbisch Gmünd sind mittlerweile selbst Nachbarn, die zuvor sehr kritisch waren, von dem Konzept überzeugt.

Quelle: Deutsche Welle

Bergisch-Gladbach: Ein Mini-Dorf auf Stelzen

Das Gelände eines ehemaligen Steinbruchs in Bergisch-Gladbach galt eigentlich als unbebaubar. Nun steht dort ein ökologisches, genossenschaftliches Mini-Dorf auf Stelzen. Der Ansatz könnte auch für andere Gemeinden interessant sein.

Quelle: WDR

Schul-AG entfernt rechtsextreme Sticker auf dem Schulweg

In Berlin-Hellersdorf entfernt ein Lehrer zusammen mit den Schülerinnen und Schülern seiner Diversity AG rechtsextreme Schmierereien und Sticker auf dem Schulweg. Der Bedarf ist groß. Andere Schulen wollen das Projekt nun übernehmen und ausweiten.

Quelle: RBB

Warum der SV Babelsberg einen Kiosk für mentale Gesundheit hat

Im „Karli Kiosk“ beim SV Babelsberg gibt es neben Getränken, Fußballtrikots und Eis auch psychologische Unterstützung. Dahinter steht ein Familientherapeut, der ein Angebot für Menschen schaffen wollte, die sonst selten Hilfe suchen.

Quelle: RBB

Seelsorge im Tattoo-Studio

Bei psychischen Erkrankungen suchen sich Männer seltener Hilfe als Frauen. In immer mehr Ländern gibt es deshalb Angebote, die Hilfe dorthin bringen, wo sich Männer ohnehin in ruhigen Gesprächssituationen befinden: etwa in Barbershops oder Tattoo-Studios.

Quelle: Euronews

Ärztemangel in Italien: Sprechstunde im Gasthof

In Südtirol fehlt es an Arztpraxen. Einige pensionierte Ärzte halten deshalb kostenlose Sprechstunden in Cafés und Gasthöfen ab. Dabei untersuchen sie zwar niemanden und stellen keine Diagnosen. Aber sie nehmen sich Zeit und können Probleme und Lösungen erklären.

Quelle: Deutsche Welle

Chemnitz: Wrestling gegen Diskriminierung

Generationenkonflikte, knapper Wohnraum oder Diskriminierung gehören nicht nur in Chemnitz-Sonnenberg zum Alltag. Eine Wrestling-Schule holt sie dort jedoch spielerisch in den Ring und macht daraus öffentliche Shows. In einer Mischung aus Sport und Theater können Betroffene so ihre Wut ausdrücken.

Quelle: Deutschlandfunk Nova

Wie der "Breisgau-Banksy" Innenstädte verschönert

Daniel Gjoka ist Krankenpfleger, doch in seinem Zweitjob malt er bunte Motive auf graue Stromkästen. Normalerweise ist das illegal. Doch mittlerweile wird er dafür sogar bezahlt.

Quelle: SWR

Foto: Dimitrije Milenkovic / Unsplash (CC0)

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