Best of Juni: Mehr Eis für die Arktis, Mangroven erholen sich

von | 29. Juni, 2026 | Good News Ticker

Von einem Start-up, das das arktische Eis wieder verdicken will, über neue Techniken zur Kühlung von Gebäuden bis zu Nordrhein-Westfalens erster Humorbank: Hier kommt unser Rückblick auf die wichtigsten und spannendsten konstruktiven Nachrichten aus dem vergangenen Monat.

Gedanken und Lesetipps zu unserem Monatsrückblick

Liebe Leserinnen und Leser, immer wieder wird die Bitte an uns herangetragen, wir möchten die Themen unserer Ausgaben noch mehr einordnen und kommentieren. Damit fangen wir nun an: einmal im Monat, mit verschiedenen, wechselnden Rubriken. Mehr lesen…

Quelle: Squirrel News

Forscher lassen schmelzendes Eis in der Arktis wieder gefrieren

Das Schmelzen des arktischen Eises löst einen der gefährlichsten Klima-Kreisläufe aus. Forscher eines britischen Start-ups pumpen deshalb in der kanadischen Arktis tausende Tonnen Wasser an die Oberfläche, so dass neues Eis entsteht. Die lokale Inuit-Bevölkerung unterstützt das Projekt.

Quelle: T-Online

Mangrovenwälder weltweit erholen sich nach Jahrzehnten der Zerstörung

Jahrzehntelang galten Mangroven als eines der am stärksten bedrohten Küstenökosysteme. Vor allem Abholzung setzte ihnen zu, etwa für Aquakulturen und Palmölplantagen. Doch nun zeigt eine Studie, dass sich der Trend gedreht hat und die Anzahl der Mangrovenwälder weltweit steigt.

Quelle: GEO

Strom für 50 Millionen Menschen in Afrika in nur zwei Jahren

Die Entwicklungsinitiative „Mission 300“ hat es geschafft, innerhalb von nur zwei Jahren 50 Millionen Menschen in Afrika Zugang zu Strom zu verschaffen. Bis 2030 will sie 300 Millionen Menschen mit Strom versorgen. Das wäre etwa die Hälfte derer, die bisher in Afrika ohne Strom leben.

Quelle: WDR

Wie Solar-Kühlhäuser Afrikas Landwirtschaft beflügeln

Bis zu 40 Prozent der in Afrika produzierten Lebensmittel gehen zwischen Ernte und Markt verloren, auch wegen schlechter Kühlung. Immer mehr Landwirte nutzen deshalb Solar-Kühlhäuser, um ihr Obst und Gemüse vor dem Verderben zu schützen. Ihre Einkommen steigen dadurch um bis zu 50 Prozent.

Quelle: Euronews

USA: Solarstrom überholt erstmals Kohle

Trotz aller Versuche von US-Präsident Trump, gegenzusteuern, haben Solaranlagen in den USA im Mai erstmals mehr Strom erzeugt als Kohle. Zudem stehen ausgerechnet die Bundesstaaten, die Trump bei der Wahl 2024 gewann, für 74 Prozent der neu installierten Solarkapazität.

Quelle: Euronews

Ökostrom ist beliebt wie nie

Immer mehr Haushalte in Deutschland beziehen Ökostrom. Was einst als grüne Alternative begann, wird immer mehr zum Standard. Das liegt auch daran, dass Ökostrom-Tarife inzwischen oft am günstigsten sind.

Quelle: MDR

China: E-Autos könnten 262.000 Todesfälle verhindert haben

Weltweit sterben jedes Jahr mehr als vier Millionen Menschen vorzeitig an den Folgen schlechter Außenluft; ein Viertel davon allein in China. Doch der Boom an Elektroautos scheint dafür zu sorgen, dass diese Todesfälle stark zurückgehen, wie eine neue Studie zeigt.

Quelle: Frankfurter Rundschau

HPV-Impfung senkt Krebs-Todesfälle bei jungen Frauen fast auf null

In England ist zwischen 2020 und 2024 zum ersten Mal keine einzige Frau zwischen 20 und 24 Jahren an Gebärmutterhalskrebs gestorben. Die Einführung von HPV-Impfungen hat das Sterberisiko für junge Frauen dort auf nahezu null gesenkt. In Deutschland liegen die Impfquoten erst zwischen 42 und 55 Prozent.

Quelle: Zeit Online

Die Chancen auf ein Wunschstudium waren nie besser

Der Notendurchschnitt des Abiturs wird in Deutschland für die Aufnahme eines Studiums immer unwichtiger. Mehr als zwei Drittel der Studienangebote haben mittlerweile keine Zulassungsbeschränkung mehr – knapp zehn Prozent mehr als noch vor sechs Jahren.

Quelle: WDR

Online-Zeit in Deutschland geht erstmals deutlich zurück

Nach Jahren des Wachstums ist die Internetnutzung in Deutschland erstmals spürbar zurückgegangen. Das geht aus der Postbank Digitalstudie 2026 hervor. Maßgeblich dafür ist vor allem das Verhalten jüngerer Menschen, die ihre Zeit am Smartphone gezielt reduzieren.

Quelle: Spiegel

Zehntausende Jugendliche in Österreich zufrieden mit Handyentzug

Drei Wochen lang verzichteten rund 70.000 Schülerinnen und Schüler in Österreich freiwillig auf ihr Smartphone oder zumindest auf Social-Media-Apps. Nun zeigt die Auswertung: Schlaf, Wohlbefinden und psychische Gesundheit haben sich in der Zeit deutlich verbessert. Rund zwei Drittel der Jugendlichen befürworten nun sogar Einschränkungen bei der Social-Media-Nutzung.

Quelle: ORF

Schüler entwickelt Fasermatte gegen Hitze in Städten

Weltweit werden die Sommer immer heißer. Begrünte Fassaden können dabei als natürliche Klimaanlagen wirken. Doch oft sind sie teuer und schwer zu pflegen. Ein Schüler aus Halle entwickelt deshalb ein kostengünstiges System aus Blumenerde, Kokosfasern, Sand und Alginat.

Quelle: MDR

Start-up aus Delft kühlt Gebäude mit Moos

Forscher der Technischen Universität Delft haben einen speziellen moosfreundlichen Beton sowie ein selbsthaftendes Gel entwickelt, um Fassaden mit Moos zu begrünen und bisherige Probleme dabei zu lösen. Der Bauingenieur Auke Bleij sieht in dem Ansatz große Chancen für kühlere Städte.

Quelle: ZDF

Weltweites Interesse an Belohnungen für nachhaltigen Tourismus

Kostenlos Kanufahren, wenn man dabei Müll sammelt: Vor kurzem war das in Kopenhagen noch eine ganz neue Idee. Mittlerweile ist die Zahl der lokalen Partnerorganisationen auf 100 angestiegen und Städte aus aller Welt interessieren sich für das Programm, das Touristen für nachhaltige Aktivitäten mit kleinen Geschenken belohnt.

Quelle: Tagesschau

Mehr Menschen glauben an ihre eigene Gestaltungskraft

Eine neue Langzeitstudie zeigt: Die Deutschen trauen sich heute mehr zu als noch vor 20 Jahren und sind stärker davon überzeugt, ihr Leben und wichtige Ereignisse selbst beeinflussen zu können. Für die Studie wurden Daten von mehr als 42 000 Personen ausgewertet.

Quelle: IDW

Neue App für Jugendliche erleichtert lokale Beteiligung

Ein 20-Jähriger hat eine App entwickelt, die es Jugendlichen leichter macht, sich in die Kommunalpolitik einzubringen. Sie können dort mit Politikern aus ihrer Stadt diskutieren und sichtbar machen, welche Themen sie umtreiben. Auch aus Sicht der Stadtverwaltung hat der Ansatz viele Vorteile.

Quelle: Gießener Allgemeine

In Madrid befördert die U-Bahn jetzt auch Pakete

Der Boom im Online-Handel sorgt in vielen Städten für verstopfte Straßen, auch in Madrid. Seit kurzem nutzt die Stadt deshalb die Metro, um Pakete zu transportieren. Empfänger können ihre Päckchen gleich in der U-Bahn-Station abholen. Künftig soll der Ansatz ausgebaut werden.

Quelle: SRF

Frankreich: Wenn der Postbote zum Arzt wird

In manchen Gegenden Frankreichs verteilen Postboten nicht nur Briefe oder Päckchen, sondern bringen älteren Leuten auch Essen oder übernehmen Gesundheitschecks. Zusammen mit mobilen Ärzteteams erreichen sie dadurch Menschen, die sonst kaum Zugang zu medizinischer Hilfe haben.

Quelle: Arte

Wie Überkreuz-Spenden in den Niederlanden Leben retten

Sind Menschen auf neue Nieren angewiesen, kommen die Spenden häufig aus dem näheren Umfeld. Aufgrund von Gewebeunverträglichkeiten klappt das jedoch nicht immer. In den Niederlanden gibt es deshalb das Überkreuz-Spenden-System: Angehörige spenden eine Niere an einen Fremden; dafür erhalten Bedürftige ein Organ von einem anderen Unbekannten.

Quelle: Arte

Mini-Roboter soll Zahnarztbesuche erleichtern

Ein Schweizer Forschungsteam hat einen winzigen Dentalroboter entwickelt, der viele aufwendige Zahnarzttermine überflüssig machen soll. Das kleine Gerät präpariert die Zähne automatisch nach einem digitalen Plan und soll dabei nicht nur schneller sein, sondern die Zähne auch schonender behandeln.

Quelle: MDR

Spazierclubs werden zum Trend

In Berlin treffen sich neuerdings hunderte Menschen, um gemeinsam spazieren zu gehen. Obwohl der Spazierclub erst vor ein paar Wochen entstand, ist er bereits sehr beliebt. Nun soll er weiter wachsen.

Quelle: Augsburger Allgemeine

Kleines Dorf stellt erste Humorbank in NRW auf

„Sitzen? Nur mit Witzen“: Das ist das Motto der ersten Humorbank in Nordrhein-Westfalen. Dahinter steht eine bundesweite Humorbank-Initiative. „Humor ist die Triebfeder der Gesellschaft. Und das wird viel zu wenig beachtet“, erklärt Initiator Andreas Wolff.

Quelle: WDR

Kochtreffs für Witwer: Wie die Geselligkeit beim Trauern hilft

„Wenn die Frau stirbt, kann man verhungern oder man lernt kochen“, meint der 79-jährige Thomas. Er nimmt deshalb an einem Kochtreff für trauernde Witwer teil. Ziel des Formats ist Unterstützung im Trauerprozess und Gemeinschaft in einer schwierigen Lebensphase. Ähnliche Treffs gibt es auch in anderen Städten.

Quelle: n-tv

Wie Bücher eine schottische Stadt retteten

In den 90er Jahren war Wigtown wirtschaftlich am Boden: Geschäfte standen leer, junge Menschen zogen weg. Dann ernannte das schottische Parlament das Küstenstädtchen zur „National Book Town“ und sorgte damit für einen außergewöhnlichen Aufschwung. Heute gibt es in Wigtown neben einem Buch-Festival auch 17 Buchhandlungen mit teils einzigartigen Konzepten.

Quelle: SRF

In Mexikos Utopías wird Sport für alle zugänglich

Iztapalapa ist einer der prekärsten Bezirke von Mexiko-Stadt. Doch in der Utopía Libertad kann man sogar Tennis und Golf spielen. Daneben gibt es Kunstkurse, Bildungs-Workshops, günstiges Essen und viele weitere Sportangebote. Bis zum Ende ihrer Amtszeit will Bürgermeisterin Clara Brugada insgesamt 100 solcher Zentren eröffnet haben.

Quelle: taz

Foto: Getty Images / Unsplash+

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