Der April war der Hodenkrebs-Aufklärungsmonat. Hodenkrebs ist selten – aber gut behandelbar, wenn er früh entdeckt wird. Ein kurzer Check der Leben retten kann.
Gerade junge Männer sind betroffen – und genau für sie gibt es keine standardmäßigen Vorsorgeuntersuchungen. Dabei ist es die häufigste Krebsart für Männer zwischen 15 bis 35 Jahre. April ist weltweit der Monat, um auf Hodenkrebs aufmerksam zu machen.
Deshalb ist Aufklärung so wichtig: Regelmäßiges Abtasten kann helfen, Veränderungen früh zu erkennen. Denn bleibt Hodenkrebs unbehandelt, kann er sich im Körper ausbreiten und gesundes Gewebe zerstören.
Auch wichtig zu wissen: Nicht jede Veränderung bedeutet automatisch Krebs. Eine Schwellung oder Verhärtung sollte trotzdem ärztlich abgeklärt werden – nur so gibt es Sicherheit.
Die gute Nachricht: Wird Hodenkrebs früh erkannt, sind die Heilungschancen in den meisten Fällen sehr hoch. Die Überlebensrate ist bei Früherkennung ca. 95 %. Genau deshalb kann ein kurzer Check einen entscheidenden Unterschied machen.
So führst du eine Selbstuntersuchung deiner Hoden durch
Eine monatliche Selbstuntersuchung deiner Hoden dauert weniger als zwei Minuten und ist eine wirksame Methode, um Hodenkrebs frühzeitig zu erkennen. So gehst du vor:
1
Mach es nach einer warmen Dusche
Durch die Wärme entspannt sich dein Hodensack, sodass du mögliche Auffälligkeiten leichter erkennen kannst. Stell dich gern vor einen Spiegel, wenn dir das hilft.
2
Untersuche jeden Hoden einzeln
Halte den Hoden zwischen Daumen und Fingern beider Hände. Rolle ihn vorsichtig ab und taste dabei die gesamte Oberfläche ab.
3
Wisse, was normal ist
Der Nebenhoden – eine weiche, schnurartige Struktur an der Rückseite – ist normal. Achte auf harte Knoten, glatte Beulen oder Veränderungen in Größe oder Form.
4
Wenn dir etwas seltsam vorkommt, geh zum Arzt
Keine Panik – die meisten Knoten sind kein Krebs. Aber nur eine Untersuchung kann dir Gewissheit geben. Eine kurze Ultraschalluntersuchung kann Klarheit verschaffen.
Weitere Infos unter: www.testicularcancer.org/de
ePaper #14 – Alles im grünen Bereich