Neuer Weltrekord für den guten Zweck

von | 4. März, 2021

Kommendes Wochenende soll der längste Nonstop-Treppenlauf stattfinden, mit social Impact

Die beiden Ausdauerathleten Judith Gebkea Strich und Dirk Leonhardt wollen am 06. März 2021 den Weltrekord für den längsten Nonstop-Treppenlauf im Team knacken und unterstützen damit die Kinderklinik in der Region. Die beiden Sportler rufen zu Spenden auf und stärken damit ihre Motivation, mehr als 31 Stunden im Kreis zu laufen. Doch wie bricht man einen Weltrekord? Und vor allem: 31 Stunden Treppensteigen!!? … Wer tut sich DAS an und warum?

Neugier ist die größte Motivation

Der Extremsportler Leonhardt hat im letzten Jahr bereits über 45 Tage den Weltrekord für den längsten Triathlon absolviert und sucht nun nach kürzeren Ausdauerprojekten. Der Treppenlauf bedeutet für ihn vor allem eine mentale Höchstleistung. „Runde für Runde die Treppe abzulaufen wird nach einer gewissen Zeit sehr strapaziös und dann muss die Motivation stimmen, damit man nicht aufgibt. Ich habe so eine Herausforderung mit strikter Pausenregelung noch nie absolviert, jetzt möchte ich wissen, ob ich es trotzdem schaffen kann“, gibt sich der Sportler nachdenklich. „Außerdem ist es eine tolle Motivation, dass ich mit dem Projekt die Kinderklinik in Gelnhausen unterstützen kann. Das Wohl der Kinder liegt mir als Familienvater natürlich sehr am Herzen.“

Manchmal braucht es eine Extremsituation

Auch für Ultra-Läuferin Gebkea Strich ist das Hauptziel des Rekordversuchs, mentale Kraft aufzubauen und den geistigen Fluss durch das Laufen intensiv spürbar zu machen. „Manchmal braucht es eine Extremsituation, die an Monotonie nicht zu überbieten ist, um das rudimentärste aber essenziellste zu üben: Mit sich selbst sein zu können.“ Die Rekordanwärterin verspricht sich von dem Treppenlauf eine wertvolle Erfahrung und Inspiration: „Als Künstlerin bringe ich Emotionen auf Leinwand und ich bin sehr gespannt, welche Gefühle mich bei diesem Experiment begleiten und zu neuen Bildern inspirieren werden.“

Spendengelder sind auch für Kliniken von großer Bedeutung

Das Rekordprojekt möchten Gebkea Strich und Leonhardt der Kinderklinik der Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen widmen. Die Kinderklinik ist der medizinische Ansprechpartner für Kinder aus der gesamten Region. Da die staatlich finanzierten Hilfen deutlich und zunehmend begrenzt sind, sind wichtige Anschaffungen, die entweder eine bessere medizinische Ausstattung bedeuten oder einer positiven Atmosphäre dienen, oft nur noch durch Spenden finanzierbar. So wollen die beiden Sportler mithelfen, die Zukunftsfähigkeit der Kinderklinik zu sichern und zu verbessern.

Spielterrassen sollen Kinder und Jugendliche vom Klinikalltag ablenken

Das aktuelle Förderprojekt befasst sich mit der Umgestaltung der Dachterrassen zu Spielterrassen. Damit soll den jungen Patienten und ihren Eltern die Möglichkeit gegeben werden, sich an der frischen Luft aufzuhalten, ohne die Kinderstation verlassen zu müssen. Mit hoffentlich zahlreichen Spenden soll eine kindgerechte Neugestaltung von zwei Dachterrassen ermöglicht werden. Entstehen sollen Bereiche, die den Genesungsprozess unterstützen, indem sie den Kindern ein anregendes Spielerlebnis ermöglichen und so Abwechslung und Erholung vom Krankenhausalltag bieten.

31 Stunden Treppensteigen, ohne Pause!?

Die Pausenzeiten sind streng reglementiert. Für den Weltrekord müssen beide Teammitglieder pausenlos in Bewegung bleiben und die Treppe hoch sowie wieder herunterlaufen. Für jede abgeschlossene Stunde in Bewegung sind fünf Minuten Pause zugelassen. Sobald das Pausenkonto abgeschmolzen ist und einer der Athleten stehen bleibt, ist der Rekordversuch gescheitert. Es sind mindestens 26 Stunden und 2 Minuten zu überbieten, um zum Team-Weltrekord zu laufen. Aber die beiden Rekordjäger wollen mehr und haben sich die Rekordmarke von 31 Stunden und 31 Minuten vorgenommen.

Weltrekord unter Pandemiebedingungen

Mit der Extremleistung wollen die beiden Ausdauerläufer auch zeigen, dass man selbst mit den Vorgaben zur Eindämmung der Corona-Pandemie einzigartige Sportprojekte auf die Beine stellen kann. „Besonders in Zeiten mit Abstandsregeln und ohne Wettkampf-Veranstaltungen, sind solche Charity-Aktionen eine tolle Möglichkeit, den Ultra-Sport auszuleben“, berichtet Leonhardt und ergänzt: „Uns ist es sehr wichtig, dass die Corona-Vorgaben eingehalten werden. Deshalb werden wir viel über das Internet berichten, zum Beispiel über einen Livestream.

Eine physiotherapeutische Behandlung gibt es diesmal nicht

Es ist für die Athleten und das Supportteam ganz klar und selbstverständlich, dass die geltenden Corona-Vorgaben eingehalten werden. Deswegen soll das Team vor Ort möglichst klein gehalten werden und die Kontakte werden nur im erlaubten Rahmen stattfinden. Auch eine physiotherapeutische Behandlung in den Pausen ist damit nicht möglich. Doch Gebkea Strich und Leonhardt sind trotzdem sehr zuversichtlich, dass der Rekordversuch ein Erfolg wird. „Wenn uns kein Bein abfällt, dann schaffen wir das“ sagt Gebkea Strich mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Am Samstag, 6. März um 7 Uhr soll das Abenteuer beginnen.

Für den guten Zweck

Der längste Nonstop-Treppenlauf soll auf den Förderverein der Kinderklinik Gelnhausen „Barbarossakinder e. V.“ aufmerksam machen. Die Spenderinnen und Spender können eine feste Summe spenden oder für jede absolvierte Stunde des Treppenlaufs z. B. einen Euro entrichten wollen. Das wäre bei geplanten 31 Stunden dann ein Beitrag von 31 Euro. Spenden können per Überweisung an Barbarossakinder e. V. (IBAN: DE62 5075 0094 0037 0029 54, Verwendungszweck „Weltrekord“ sowie gegebenenfalls die eigene Adresse) entrichtet werden oder über PayPal.

Beitragsbild: Nils Thies und Oliver Kraus

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Lucia Oiro

Lucia Oiro (ehem. Lehmann) liebt die Vielfalt. Als Autorin, Redakteurin und Performancekünsterlin realisiert sie Projekte, die dieser Liebe entsprechen. Einer ihrer Träume ist, die Welt durch Positive Nachrichten mitzugestalten und all die inspirierenden Menschen und Initiativen ans Licht zu bringen. Umso glücklicher ist sie, diese Vision nun mit dem Team vom Good News Magazin zu realisieren! Ein Team, das wirklich Berge bewegt und bei dem sie sehr stolz ist, ein Teil davon zu sein.

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