Voilà: Doch noch ein Lieferkettengesetz für Deutschland

von | 12. Februar, 2021

Es war lange nicht mehr sicher, ob ein Lieferkettengesetz für deutsche Firmen noch in diesem Jahr in Kraft treten würde. Doch nun trägt die Initiative des Arbeitsministers Hubertus Heil (SPD) erste Früchte: Am Nachmittag einigten sich die Minister Heil, Müller (CSU) und Altmaier (CDU) auf eine Vorlage für das Lieferkettengesetz Parlament. Ziel des Gesetzes soll es sein, dass Unternehmen in allen Phasen der Herstellung auf die Einhaltung von Menschenrechten und sozialen sowie ökologischen Standards achten müssen. Dies bezieht sich insbesondere auf die unmenschlichen und umweltschädlichen Bedingungen für Menschen in Weltregionen, wo diese Standards nicht national gewährleistet sind.

Gegen Lieferkettengesetz: Menschenrechte und Umweltstandards kosten Geld

Weil die CDU jedoch Wettbewerbsnachteile für deutsche Unternehmen befürchtete, schwächte Altmaier die Gesetzesvorlage ab, indem auf eine Haftungsregelung verzichtet wurde. Darüber hinaus muss der Vorschlag noch durch den parlamentarischen Prozess und könnte dann wieder verändert werden. Andererseits sehen viele Nichtregierungsorganisationen in dem Vorstoß ein starkes und wichtiges Zeichen für eine neue Kultur des globalen Wirtschaftens und auch auf EU-Ebene ist ein noch weitreichenderes Lieferkettengesetz in Arbeit.

Quelle: Tagesschau; Titelbild: Lars Plougmann – Flickr CC BY-SA 2.0

Unterstütze die Arbeit von Florian Vitello und anderen Autor:innen mit einem GNM+ Abo!

Wer jetzt ein Abo abschließt, erhält z. B. unser Printmagazin, von den Autor:innen vorgelesene Artikel und Zugang zu weiteren exklusiven Artikeln im Online-Magazin. Damit ermöglichst du unsere Arbeit, unterstützt Positiven Journalismus und wirst Teil einer positiven Bewegung!

 

GNM+

Florian Vitello

Florian Vitello ist Gründer des Good News Magazins. Davor beriet er Non-Profits rund um die Themen Digitalisierung und Öffentlichkeitsarbeit. Er studierte in Hamburg, Montevideo und Newscastle upon Tyne Anthropologie, Lateinamerika-Studien und Journalismus. In dieser Zeit betreute er Projekte der Internationalen Zusammenarbeit in Europa, Lateinamerika und Asien und war unter anderem für den NDR, kleine NGOs, die BBC und das Goethe-Institut tätig. Heute lebt Florian wieder im Rheinland. Er ist Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins MediaMundo und Autor des Buches "Good News - Warum die Welt nicht unter geht und wie wir lernen, uns gegen die Flut schlechter Nachrichten zu wehren"

Diese Good News könnten dich auch interessieren