Mit offenen Karten in die Zukunft

das ist ein GNM+ ArtikelWie Geodaten Klimaschutz, Katastrophenhilfe und Bürgerbeteiligung stärken

von | 30. August, 2025 | GuteZukunft, GNM+, Klima, Wissenschaft

Von Mapathons nach Naturkatastrophen bis zu lokalen Klimaprojekten: Im Interview erklärt Kirsten von Elverfeldt vom Heidelberger Institut für Geoinformation Technology, warum die Demokratisierung von Geodaten entscheidend für die großen Krisen unserer Zeit ist – und wie sie Menschen befähigt, selbst aktiv zu werden.

GuteZukunft #10

Wo entstehen die Ideen für eine GuteZukunft? Wir sprechen mit Unternehmer:innen, Kreativen und Visionär:innen über ihre Innovationskraft, Inspirationsquellen und Visionen – und zeigen, wie positive Konzepte echte Veränderungen möglich machen.

GNM: Wer bist du und was machst du?

Ich bin Geographin mit dem Fokus auf die großen Herausforderungen unserer Zeit, wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Bodenverbrauch. Mich treibt die Überzeugung an, dass wir diese Krisen nur dann wirklich verstehen und bewältigen können, wenn wir Natur und Gesellschaft als ein miteinander verknüpftes System begreifen. 

Als Community Engagement Manager am Heidelberger Institut für Geoinformation Technology (HeiGIT) setze ich mich dafür ein, wissenschaftliches Wissen zugänglich zu machen und so Menschen zu befähigen, selbst aktiv zu werden. 

Besonders wichtig ist mir die Frage: Wie können wir komplexe Forschung so aufbereiten, dass sie nicht nur verständlich, sondern auch motivierend wirkt – für engagierte Bürger:innen genauso wie für Entscheidungsträger:innen?

GNM: Wie hat sich deine Branche in den letzten Jahrzehnten positiv verändert und warum?

In den letzten Jahrzehnten hat sich unsere Branche stark technologisch und gesellschaftlich geöffnet. Früher waren viele Geodaten nur Fachleuten in Behörden oder großen Konzernen zugänglich, wohingegen heute offene Geodaten-Plattformen wie OpenStreetMap für alle zugänglich sind. 

Damit können Menschen überall auf der Welt ihre Umgebung selbst kartieren und auch analysieren, Kommunen fundierte Entscheidungen treffen, und auch der Klimaschutz kann schneller und effektiver werden. Diese Demokratisierung von Geoinformation ermöglicht Veränderung und es wird deutlich, dass Geodaten so viel mehr sind als nur Karten. Wesentlich ist auch, dass Ergebnisse aus der Geoinformatik-Grundlagenforschung schnell(er) in der Praxis ankommen, was ebenfalls ein zentrales Anliegen von HeiGIT ist.

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Das Team von Kirsten von Elverfeldt am HeiGIT

GNM: Wo siehst du Potenzial in der Zusammenarbeit deiner Branche mit anderen Sektoren?

Großes Potenzial liegt für mich in der Zusammenarbeit mit NGOs, Bürgerinitiativen, der öffentlichen Hand und der Zivilgesellschaft ganz allgemein. Wenn Kommunen, NGOs und die Wissenschaften gemeinsam mit Geoinformation arbeiten, entstehen Lösungen, die sowohl lokal verankert als auch global skalierbar sind. Beispiele sind die Planung grüner bzw. nachhaltiger Infrastruktur oder auch die Umsetzung von Klimaanpassungsstrategien. 

Meine Idealvorstellung und …

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