Frohe Weihnachten: 36.000 Mal Post mit Herz

von | 20. Dezember, 2020

Eine Welle der Solidarität erreicht einsame Menschen zum Fest der Liebe

Schon über 36.000 Weihnachtskarten schrieben Ehrenamtliche über die Initiative Post mit Herz in den Adventstagen, um einsamen Menschen an Weihnachten Freude und Mut zu schenken. Und jede:r kann mitmachen!

Weil alle Wärme und Liebe verdienen

Auch wenn es von außen oft nicht sichtbar ist, leiden viele Menschen unter Einsamkeit. Gerade durch Corona wird das Problem noch verstärkt. In Einrichtungen für Senioren beispielsweise sind seit März oftmals die Mitarbeiter:innen der einzige soziale Kontakt der Bewohner:innen. „Die Menschen leiden und sie leiden leise.“, sagte eine Diakonie-Mitarbeiterin gegenüber Post mit Herz. So kam eine Gruppe Freiwilliger aus Hamburg, die aus verschiedenen Berufen kommen, auf die Idee einer Website, die freiwillige Kartenschreiber:innen mit sozialen Einrichtung verbindet.

Lichtblick sein

Eine kleine Idee mit großer Wirkung: Über 36.000 Weihnachtsgrüße an 300 Einrichtungen wurden bereits verschickt. Das Team von Post mit Herz hatte mit dieser Reichweite nicht gerechnet und zeigte sich sehr glücklich. So soll die Aktion auch nach Weihnachten weiter gehen, damit sich Menschen auch neben den Feiertagen nicht einsam und vergessen fühlen. Diese kurzen Lichtblicke sind bedeutsam, denn bewiesen ist – der bloße Akt des Lächelns lässt uns positiver denken.

Analoge Post mit Herz

Dabei geht es um es um eine Geste, die Freude schenkt. Es geht nicht darum, die Freunde oder die Familie zu ersetzen. Das Wertvollste ist die Zeit, die man nimmt für einen anderen Menschen, um ihm zu zeigen, dass jemand an ihn denkt. Gerade wenn momentan alles digital läuft, berührt eine analoge Karte mit persönlichem Schriftschwung umso mehr.

Mitmachen in 3 Schritten

Für Kurzentschlossene: Die Weihnachtsgrüße können noch bis heute, dem 20.12.2020 verschickt werden! Selbst mitmachen ist ganz leicht:

  1. Einfach auf postmitherz.org mit der eigenen E-Mail als Freiwillige:r eintragen und von Post mit Herz eine Anschrift der sozialen Einrichtung erhalten, an die die Weihnachtskarte gehen soll. Das können Altersheime, Obdachlosen-Einrichtungen, Kinderheime, Notübernachtungen, Krankenhäuser o.a. sein.
  2. Nun kommt der persönliche Teil: eine schöne Karte gestalten, schreiben und die Post abschicken.
  3. Die Karten werden zu Weihnachten von den Mitarbeitenden in den sozialen Einrichtung an ihre Empfänger:innen übergeben, die sicherlich eine Überraschung erleben werden.

Von Herzen schreiben

Manchmal ist es gar nicht so einfach, drauflos zu schreiben, vor allem, wenn die Karte an jemanden Unbekanntes geht. Doch „es geht darum, etwas zu schreiben, das von Herzen kommt“, erklären die Ehrenamtlichen von Post mit Herz. „Es gibt kein zu viel an Wärme und Herzlichkeit, alles Geschriebene ist genau richtig. Wenn man einmal angefangen hat geht es einfach.“ So beginnen Karten z.B. mit „Hallo lieber Mensch… “ und werden manchmal zu dreiseitigen Briefen. Manche Freiwillige geben auch ihren Kontakt an und so entstehen neue Bekanntschaften oder sogar Freundschaften.

Titelbild: Markus Spiske / Unsplash

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Jana Moeller

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