In Kambodscha wurde eine Statue für die Minenratte Magawa enthüllt. Das Tier hatte mehr als hundert Landminen und Blindgänger entdeckt und damit Menschenleben gerettet.
In Kambodscha ist eine ungewöhnliche Heldin mit einem Denkmal geehrt worden: die Landminensuchratte Magawa. Die Afrikanische Riesenhamsterratte hat in fünf Jahren mehr als hundert Landminen und Blindgänger aufgespürt und damit vielen Menschen ein sicheres Leben ermöglicht.
Kleine Ratte – große Aufgabe
Die 2,20 Meter hohe Statue steht in der Stadt Siem Reap nahe den berühmten Angkor-Tempeln. Ihr Sockel ist wie eine Landmine gestaltet, in die echte Fragmente entschärfter Sprengkörper eingelassen wurden. Die Ratte Magawa war bereits zu Lebzeiten ausgezeichnet worden. 2020 erhielt sie als erste Ratte überhaupt die Goldmedaille der britischen Tierschutzorganisation PDSA für besonderen Mut. Ausgebildet von der Organisation Apopo konnte sie dank ihres geringen Gewichts große, verminte Flächen absuchen, ohne Sprengkörper auszulösen.
Das Denkmal soll nun an Magawas Beitrag zur Minenräumung erinnern – und daran, dass der Kampf gegen Landminen weltweit noch nicht vorbei ist.
Bildbeitrag: Wikimedia Commons
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