In Deutschland ist die Zahl der Frauen mit einer Endometriose-Diagnose in den letzten 20 Jahren von etwa 230.000 auf gut 510.000 gestiegen. Fachleute sehen darin einen Hinweis auf mehr Aufmerksamkeit und frühere Diagnosen.
Laut aktuellem Barmer-Arztreport hat sich die Zahl der Frauen mit der Diagnose Endometriose in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt, auf etwa 510.000 im Jahr 2024.
Fachleute werten das vor allem als Zeichen dafür, dass die Erkrankung heute häufiger und früher erkannt wird. Das Durchschnittsalter bei der Erstdiagnose ist seit 2015 um fast vier Jahre gesunken.
„Endometriose ist viel stärker im gesellschaftlichen Bewusstsein angekommen, und für die Frauen entfallen Jahre der Ungewissheit“, sagt Barmer-Chef Christoph Straub.
Schnellere Behandlung möglich
Endometriose ist eine chronische Erkrankung, bei der gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe im Körper wächst und starke Schmerzen, Blutungen und oft auch Probleme bei der Fruchtbarkeit verursachen kann. Für betroffene Frauen bedeutet eine frühere Diagnose, dass Behandlungen früher beginnen können.
Annas zweite Chance – Leben mit Endometriose