HERAUSFORDERUNG einfach machen setzt auf Lernen durch Erfahrung und stärkt Jugendliche in Selbstwirksamkeit und Verantwortung. Franziska Müller erzählt uns wie.
Wo entstehen die Ideen für eine GuteZukunft? Wir sprechen mit Unternehmer:innen, Kreativen und Visionär:innen über ihre Innovationskraft, Inspirationsquellen und Visionen – und zeigen, wie positive Konzepte echte Veränderungen möglich machen.
Franziska Müller arbeitet seit mehr als sieben Jahren in der Bildungsbranche. Als Referentin bei HERAUSFORDERUNG einfach machen beschäftigt sie sich mit innovativen Bildungsformaten, die Schule und Lernen neu denken – und Jugendliche bewusst aus dem Klassenzimmer in reale Erfahrungsräume führen. Im Mittelpunkt steht dabei weniger der reine Wissenserwerb als die Frage, wie junge Menschen Selbstwirksamkeit, Verantwortung und demokratische Handlungskompetenzen entwickeln können.
Vom Defizitblick zur Beteiligung
In der öffentlichen Bildungsdebatte dominieren häufig strukturelle Probleme: der Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg, ungleiche Startbedingungen, starre Schulsysteme. Franziska Müller sieht jedoch eine Entwicklung weg von einer solchen Defizitorientierung.
„Der Fokus verschiebt sich vom reinen Wissenskonsum hin zur Förderung von Eigeninitiative und Selbstwirksamkeit“, sagt Müller. Partizipative Lernmodelle würden nicht nur die Motivation stärken, sondern auch Fähigkeiten, die für demokratisches Handeln zentral seien. Wer lernt, Projekte zu planen, Entscheidungen zu treffen und Rückmeldungen anzunehmen, entwickle Kompetenzen, die weit über den Lehrplan hinausreichen.
Verantwortung erleben – nicht simulieren
Wie das konkret aussieht, zeigt sich in der praktischen Arbeit von HERAUSFORDERUNG einfach machen. Jugendliche übernehmen dort Verantwortung für sich selbst, für Gruppen und oft auch für gesellschaftliche Fragestellungen.
„Wenn Jugendliche zwei Wochen lang mit dem Rad durch Deutschland fahren oder in einer Jugendherberge mitarbeiten, lernen sie nicht nur praktisch, sondern sie wachsen auch in soziale Rollen hinein“, erklärt Müller. Dabei entstünden Kompetenzen wie Selbstwirksamkeit, Teamfähigkeit und Empathie – Fähigkeiten, die langfristig tragen.
Non-formale Bildung gewinnt an Bedeutung
Müller sieht darin auch einen Ausdruck eines größeren Wandels in der Bildungslandschaft. Non-formale Bildungsangebote – also außerschulische Lernformate wie Workshops oder Projekte – galten lange als Ergänzung zur Schule. Heute würden si…
HERAUSFORDERUNG einfach machen: Bildung jenseits des Klassenzimmers