Top-10-Tipps für einen gesunden Medienumgang

von | 18. August, 2022

Wie kann ich meinen Medienumgang verändern? So, dass er mir gut tut, anstatt meinem Körper und meiner Psyche zu schaden?

Medien sind überall, formen und bestimmen unser Handeln und Denken. Dabei wird in Bildungssystemen und auch im Privaten von immer mehr Menschen das Bedürfnis wahrnehmbar, nach einem „gesunden“ Medienumgang. Wie ein solcher Aussehen kann und wieso das Bild der meisten Menschen negativ verzerrt ist, (unter anderem) darum geht es in unserem neuen Buch „Good News – Wie wir lernen, uns gegen die Flut schlechter Nachrichten zu wehren“.

Hier haben wir als Auszug, unsere Top-10-Tipps für einen gesunden Medienumgang zusammengestellt:

Medienhygiene

  1. Entfolge einigen Nachrichtenseiten, die ihre Aufmacher besonders reißerisch, negativ und überspitzt gestalten.
  2. Deaktiviere Push-Benachrichtigungen bzw. aktiviere nur die Wichtigsten.
  3. Achte auf deine Bildschirmzeit und reduziere sie bei Bedarf. Regelmäßige on- und offline-Zeiten helfen dabei und schützen vor Phänomenen wie Doomscrolling (ein Begriffe, der sich auf die Tendenz beziehen, nicht aufhören zu können durch schlechte Nachrichten zu scrollen).

Nachrichtenauswahl

  1. Folge auch Seiten, die konstruktive und positive Nachrichten teilen, wie zum Beispiel dem Good News Magazin.
  2. Kein Nachrichten-Boykott, aber konsumiere stattdessen ab und an ausgewählte, qualitative Nachrichtenformate.

Informationstiefe

  1. Wenn du dich tiefer für ein Thema interessiert, eignen sich (Fach-)Bücher oder Dokumentationen zum Eintauchen besser als “Fast-Food”-News. Keine Angst, du verpasst nix! Wirklich wichtige, für dich relevante Informationen bekommst du automatisch aus deinem Umfeld mit.

Medien-Gewohnheiten

  1. In einer Aufmerksamkeitswirtschaft buhlen Medien teils mit allen Mitteln, vor allem mit negativen Schlagzeilen, um deine Beachtung. Vieles macht nur den Anschein von Wichtigkeit. Versuche, dich davon nicht beeinflussen zu lassen, denn, was wir schauen, formt unsere Wirklichkeit mit.
  2. Wir übersehen Dinge, die nicht in unser Weltbild passen, und achten selektiv auf Informationen, die unsere Ansichten stützen. Überprüfe ab und an, ob du verschiedene Seiten eines Sachverhaltes kennst.
  3. Kritik ist fundamental für eine demokratische Gesellschaft, aber eine reine Problemfokussierung macht müde und lähmt. Teile auch bei deinem Medienumgang deine Kraft sinnvoll ein und erlaube dir, (Teil-)Erfolge zu feiern.
  4. Besonders soziale Medien verleiten zu ungesunden Erwartungen wie Textpectations (ein Gefühl der Ungeduld, wenn man auf eine Antwort wartet). Als Alternative kann es helfen, klare Abmachungen mit anderen und sich selbst zu treffen (z. B. habe ich mit meinem Partner vereinbart, dass er sich von unterwegs meldet oder ist das bisher nur eine stille Erwartung meinerseits?). Gegen toxische Erwartungen wie FOMO („fear of missing out“: die Angst, dass anderswo gerade ein spannendes oder interessantes Ereignis stattfindet) hilft es, sich klarzumachen, dass Menschen nur ihr Best-of im Netz präsentieren und der (Sofort-)Vergleich mit anderen in den meisten Fällen unfair ist.

Noch mehr zu gesundem Medienumgang liest Du im neuen Buch „Good News – Wie wir lernen, uns gegen die Flut schlechter Nachrichten zu wehren“, erschienen im Komplett-Media Verlag.

Beitragsbild: Miki Fath / Unsplash

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