Langjährige Investitionen in eine grünere Hauptstadt tragen Früchte. Das Fahrrad übertrifft für alltägliche Wege das Auto mittlerweile deutlich.
In Paris setzt sich ein langjähriger Trend in der Verkehrspolitik fort. Immer mehr Menschen steigen vom Auto auf das Fahrrad um, weil sich grundlegende Voraussetzungen für ein schnelles und sicheres Vorankommen auf zwei Rädern dank einer konsequent umgesetzten politischen Agenda enorm verbessert haben. Die Entwicklung lässt sich inzwischen auch in Zahlen messen: Nur noch 4,3 Prozent der Alltagswege werden mit dem Auto zurückgelegt. Mit dem Fahrrad sind es bereits 11,2 Prozent. Dies ergab eine Umfrage des Pariser Stadtplanunginstituts Paris Région zwischen Oktober 2022 und April 2023 unter 3.337 befragten Personen im Alter von 16 und 80 Jahren. Bei einer vergleichbaren Erhebung im Jahr 2010 lag der Fahrradanteil noch bei lediglich drei Prozent.
Der “Plan Vélo”: Wie Paris zur Fahrradstadt wurde
Einen großen Anteil an dieser Entwicklung hat die langjährige Bürgermeisterin Anne Hidalgo, die seit Beginn ihrer Amtszeit 2014 große Anstrengungen und Mittel in den Ausbau komfortabler und vor allem sicherer Fahrradwege investiert hat. Und ihre von Anfang an klare Agenda unter dem Namen “Plan Vélo” trägt Früchte. Allein seit ihrer Wiederwahl im Jahre 2020 hatte sie ein Budget von 250 Millionen Euro bis 2026 für Investitionen in die Fahrradpolitik vorgesehen, 180 Millionen davon allein für den Ausbau der Infrastruktur. Gleichzeitig wurden Autospuren und Parkplätze reduziert, neue Grünflächen geschaffen und weitere Bereiche der Stadt für Autos gesperrt. Dazu gehört auch das inzwischen autofreie Seine-Ufer. Dadurch kommen Fahrradfahrende besser voran, und auch die Sicherheit von Personen zu Fuß sowie
Fahrrad in Paris auf der Überholspur