In unserer Online-Ausgabe haben wir in den letzten Monaten immer wieder von erfreulichen Entwicklungen und positiven Nachrichten berichtet. Die Schönsten haben wir für euch hier zusammengestellt.
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Long COVID und ME/CFS: Bund investiert 500 Millionen Euro in Forschung
Die Bundesregierung startet mit der „Nationalen Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen“ erstmals ein langfristiges Forschungsprogramm zu Long COVID, ME/CFS und ähnlichen Krankheitsbildern. Von 2026 bis 2036 sollen 500 Millionen Euro investiert werden, um Ursachen, Diagnosen und Therapien zu erforschen. ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) ist eine schwere, oft langwierige Erkrankung, die nach Virusinfektionen auftreten kann und zu extremer Erschöpfung, Belastungsintoleranz und vielfältigen körperlichen Symptomen führt. Betroffenenverbände begrüßen die Initiative als überfälligen Wendepunkt, da postinfektiöse Erkrankungen bisher gesellschaftlich wie medizinisch kaum anerkannt und unterfinanziert waren. Für Millionen Erkrankte weckt die Dekade neue Hoffnung auf wirksame Behandlungen und langfristige Verbesserungen in Versorgung und Anerkennung.
Erste Schule benennt sich nach Margot Friedländer
Das Hans-Carossa-Gymnasium in Berlin-Spandau wird als erste Schule in Deutschland nach der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer benannt. Die Schulkonferenz beschloss die Umbenennung einstimmig, die Zustimmung des Bezirksamts steht noch aus. Friedländer hatte regelmäßig mit jungen Menschen in Schulen und bei Veranstaltungen über ihre Erfahrungen gesprochen und dabei immer für gegenseitigen Respekt und Verständnis geworben. „Es gibt kein jüdisches, kein christliches und kein muslimisches Blut. Es gibt nur menschliches Blut.“, lautete eine ihrer wichtigsten Botschaften.
Paris: Neue Seilbahn verbindet Vororte und entlastet den Verkehr
Paris hat im Dezember 2025 mit der Câble C1 die längste urbane Seilbahn Europas eröffnet. Die 4,5 Kilometer lange Strecke verbindet südöstliche Vororte wie Créteil und Villeneuve-Saint-Georges mit dem Metro- und Busnetz und verkürzt die Fahrzeit von über 35 auf 18 Minuten. Täglich sollen rund 11.000 Pendler:innen die 105 Kabinen nutzen können, in denen auch Fahrräder und Rollstühle Platz haben. Die Seilbahn verbessert die Verkehrsanbindung abgelegener Stadtteile klimafreundlich und gilt als Modell für nachhaltige urbane Mobilität.
Großbritannien verbannt Junkfood-Werbung zum Schutz von Kindern
Großbritannien hat Anfang Januar 2026 ein strenges Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel eingeführt: Junkfood wie Süßigkeiten, Pizza oder Energydrinks dürfen im Fernsehen erst nach 21 Uhr beworben werden, online gar nicht mehr. Ziel ist es, Kinder besser vor ungesunder Werbung zu schützen und Fettleibigkeit vorzubeugen. Laut Regierung könnten die Maßnahmen bis zu 20.000 Fälle von kindlicher Adipositas verhindern. Gesundheitsorganisationen begrüßen das Verbot als wichtigen Schritt hin zu mehr Prävention und einer gesellschaftlichen Verantwortung für gesunde Ernährung.
Mehr Sicherheit für Frauen im Auto
In der Fahrzeugentwicklung wird erstmals ein Crash-Test-Dummy eingesetzt, der den weiblichen Körper realistisch abbildet. Damit sollen Sicherheitslücken geschlossen werden: Bisher orientierten sich die meisten Crashtests am männlichen Durchschnittskörper – mit der Folge, dass Frauen bei Unfällen deutlich häufiger schwer verletzt werden. Der neue Dummy ermöglicht realistischere Tests für Airbags und Gurtsysteme und soll so die Verkehrssicherheit für alle verbessern.
Neue Tierbrücke verbindet Lebensräume
In Colorado wurde eine der weltweit größten Wildtierbrücken eröffnet. Sie verbindet getrennte Lebensräume über eine mehrspurige Autobahn und ermöglicht Tieren sichere Wege ohne Verkehrsrisiko. Das Projekt verringert Tierunfälle und stärkt zugleich die biologische Vielfalt, indem es Naturschutz und Infrastruktur nachhaltig vereint.
Orang-Utans sollen besser geschützt werden
In Indonesien hat die Regierung mehreren Rohstoffunternehmen die Genehmigungen entzogen, um die Lebensräume seltener Orang-Utans zu schützen. Die Maßnahme soll der fortschreitenden Abholzung und Umweltzerstörung entgegenwirken, die durch Palmöl-Plantagen und Bergbau verstärkt wurde. Naturschützer begrüßen das Vorgehen als wichtiges Signal für den Artenschutz, warnen jedoch, dass der Erfolg von konsequenter Kontrolle und der Einbindung lokaler Gemeinden abhänge.
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Beitragsbild: Margot Friedländer – European Parliament / Wikimedia Commons
Über die positiven Effekte von Gebäudebegrünung