Erstmals seit Jahrhunderten ist die Europäische Wildkatze in Schleswig-Holstein eindeutig nachgewiesen worden. Eine Haarprobe lieferte den genetischen Beleg.
Im Herbst 2025 entdeckte ein Jäger im Süden des Kreises Herzogtum Lauenburg eine Katze, die sich in einem Knotengitterzaun verfangen hatte. Er befreite das Tier und sicherte Haare, die anschließend vom Landesamt für Umwelt genetisch untersucht wurden. Das Ergebnis ist eindeutig: Es handelt sich um eine Europäische Wildkatze.
Monitoring soll Ausbreitung der Wildkatze klären
Bereits im März letzten Jahres hatte eine Wildtierkamera ein Tier mit typischen Wildkatzenmerkmalen aufgezeichnet. Nun ist der offizielle Beweis erbracht. Für das Landesamt für Umwelt ist der Fund ein Meilenstein: Die Art galt in Schleswig-Holstein seit dem Mittelalter als ausgestorben.
Bislang endete das nördlichste genetisch gesicherte Verbreitungsgebiet in der Lüneburger Heide. Um herauszufinden, ob sich die Wildkatze dauerhaft auf der anderen Seite der Elbe ansiedelt, starten Naturschützer:innen das erste sogenannte Lockstock-Monitoring im Land. Dabei werden an speziellen Holzstöcken Haarproben gesammelt und genetisch ausgewertet – eine schonende Methode, um die scheuen Tiere nachzuweisen.
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