Ein neues Medikament gegen LDL-Cholesterin zeigt in einer großen Studie: Menschen mit hohem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erleiden seltener einen Herzinfarkt.
Ein bahnbrechender Fortschritt in der Herzmedizin liefert neue Hoffnung für Menschen mit hohem Risiko: Das injizierbare Cholesterinmedikament Repatha konnte in einer groß angelegten klinischen Studie das Risiko für einen ersten Herzinfarkt um 36 Prozent reduzieren. In der VESALIUS-CV-Studie mit über 12 000 Teilnehmer:innen zeigte das Präparat zusätzlich eine Verringerung schwerer kardiovaskulärer Ereignisse um rund 25 Prozent, wenn es zur Standardtherapie hinzugefügt wurde. Diese Ergebnisse wurden auf einer wissenschaftlichen Konferenz vorgestellt und geben Hinweise darauf, wie gezielte LDL-Cholesterinsenkung Leben retten kann.
Das Medikament gehört zur Gruppe der sogenannten PCSK9-Hemmer und wirkt, indem es ein Protein blockiert, das den „schlechten“ LDL-Cholesterinspiegel im Blut reguliert. Gerade für Menschen, bei denen herkömmliche Statine nicht ausreichend wirken, könnten solche neuen Therapien eine wichtige Ergänzung darstellen. Die positiven Studiendaten könnten die Behandlungsstandards verändern und Millionen von Menschen neue Optionen eröffnen, bevor ein Herzinfarkt oder Schlaganfall eintritt.
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