Weltweit setzen Gerichte neue Maßstäbe für den Klimaschutz. Klimaziele werden einklagbar – für Staaten und Unternehmen.
Was auf Klimagipfeln oft nur langsam vorankommt, gewinnt vor Gericht an Tempo: Weltweit nehmen Klimaklagen zu und zwingen Staaten dazu, ihre Klimaziele ernst zu nehmen. Gerichte erkennen zunehmend an, dass unzureichender Klimaschutz Grundrechte verletzt – etwa das Recht auf Leben, Gesundheit und eine sichere Zukunft. Klimapolitik wird damit von einer freiwilligen politischen Entscheidung zu einer rechtlich überprüfbaren Pflicht.
Besonders deutlich wird dieser Wandel beim Blick auf Unternehmen. Immer häufiger richten sich Klagen gegen Konzerne, die ihre Emissionen nicht ausreichend senken oder Klimarisiken ignorieren. Gerichte machen klar: Wirtschaftliches Handeln bringt Verantwortung mit sich – auch für kommende Generationen. Die gute Nachricht: Klimaschutz hängt nicht mehr allein vom politischen Willen ab, sondern wird zunehmend durch Rechtsprechung durchgesetzt. Das erhöht die Chancen, dass aus Versprechen konkretes Handeln wird.
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Vertrauen statt Macht: Wie eine bessere Polizei möglich wird