Seit Anfang Januar darf Junkfood, also stark zucker-, fett- und salzhaltige Lebensmittel, in Großbritannien vor 21 Uhr im TV nicht mehr beworben werden und online gar nicht mehr.
Das neue Werbeverbot betrifft Junkfood-Produkte wie Süßigkeiten, Cornflakes, Pizza oder Energydrinks. Sie dürfen im Fernsehen erst nach 21 Uhr beworben werden, bezahlte Online-Werbung ist vollständig untersagt. Grundlage ist ein staatliches Bewertungssystem, das Lebensmittel nach ihrem Gehalt an Zucker, Fett und Salz einstuft.
Junkfood: Prävention statt Nachsorge
Die britische Regierung geht davon aus, dass die Einschränkungen bis zu 20.000 Fälle von Fettleibigkeit bei Kindern verhindern können. Hintergrund ist die hohe Quote übergewichtiger Kinder: Rund jedes fünfte Kind in England gilt bereits beim Schuleintritt als übergewichtig oder adipös.
Gesundheitsorganisationen begrüßen das Verbot als wichtigen Schutzraum für Kinder. Gemeinsam mit der ausgeweiteten Zuckersteuer und strengeren Regeln für Fast-Food-Filialen in Schulnähe setzt Großbritannien damit stärker auf frühzeitige Prävention – und wälzt die Verantwortung für gesunde Ernährung nicht allein auf Familien ab.
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